{"id":1289,"date":"2018-08-23T03:00:05","date_gmt":"2018-08-23T01:00:05","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.saarphilatelie.com\/?p=1289"},"modified":"2024-10-06T12:55:15","modified_gmt":"2024-10-06T10:55:15","slug":"raetselhafte-feldmerkmale-beim-12-pfennig-wert-i","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archive.saarphila.de\/?p=1289","title":{"rendered":"Forschung &#8211; R\u00e4tselhafte Feldmerkmale beim 12 Pfennig-Wert (I)"},"content":{"rendered":"<p>Hallo<\/p>\n<p>In diesem <a href=\"https:\/\/archive.saarphila.de\/?p=1109\"><strong>Beitrag<\/strong><\/a> hatte ich angek\u00fcndigt, dass &#8211; bald 72 Jahre nach dem Druck der <strong>1. Offenburger Ausgabe (BuS I)<\/strong> &#8211; eine der grossen Forschungsfragen beantwortet sei.<\/p>\n<p>Worum geht es? Als Sammler der <strong>1. Offenburger Ausgabe<\/strong> stellt ihr bei der Durchsicht des umfangreichen Verkaufsangebots wie auch eurer eigenen Sammlung mit der Zeit fest, dass offensichtlich einige <strong>Feldmerkmale<\/strong> seltener auftauchen, als andere. Dieses Ph\u00e4nomen ist durchaus keine Einbildung und zwei Erkl\u00e4rungen hierf\u00fcr sind ziemlich offensichtlich:<\/p>\n<ul>\n<li>Ein <strong>Feldmerkmal<\/strong> kommt nur auf dem A- resp. dem B-Bogen eines bestimmten Wertes vor und ist damit nur halb so h\u00e4ufig zu finden wie ein <strong>Feldmerkmal<\/strong>, welche auf beiden Teilen eines <strong>Druckbogens<\/strong> erscheint.<\/li>\n<li>Es macht einen Unterschied, ob ein <strong>Feldmerkmal<\/strong> beispielsweise beim 25 Pfennig-Wert mit einer <strong>Auflage<\/strong> von 1 Mio. Marken auftritt, beim 12 Pfennig-Wert mit einer Auflage von 12 Mio. Marken oder beim 24 Pfennig-Wert mit 15 Mio.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Soweit, so klar. Nun wird es komplexer. Beim <strong>12 Pfennig-Wert<\/strong>, mit dem wir uns in dieser Beitragsreihe besch\u00e4ftigen werden, finden sich Feldmerkmale, die nicht nur aus vorstehenden Gr\u00fcnden selten sind, sondern weil diese Feldmerkmale nur auf den Druck- resp. Schalterbogen bestimmter <strong>Druckdaten<\/strong> erscheinen. Wir <a href=\"https:\/\/archive.saarphila.de\/?p=1234\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><strong>erinnern<\/strong> <\/a>uns: Auf Schalterbogen franz\u00f6sischer Provenienz wurde auf dem Bogenrand das Druckdatum des jeweiligen Bogens aufgedruckt. Der Druck des <strong>12 Pfennig-Wertes<\/strong>\u00a0erfolgte verteilt \u00fcber sieben Drucktage. Da macht es f\u00fcr die Seltenheit &#8211; und damit auch f\u00fcr den Wert &#8211; eines bestimmten Feldmerkmals durchaus einen Unterschied, ob dieses ausschliesslich auf den Druckbogen eines Drucktages auftritt oder auf s\u00e4mtlichen Druckbogen aller Drucktage.<\/p>\n<p>Bislang wurde meines Wissens nach keine befriedigende Erkl\u00e4rung publiziert, weshalb beim 12 Pfennig-Wert auff\u00e4llige <strong>Feldmerkmale<\/strong> wie beispielsweise die der Felder\u00a0<strong>1B<\/strong>, <strong>6A<\/strong>, <strong>77B<\/strong>, <strong>94B<\/strong> oder <strong>96B<\/strong> nicht \u00fcber die gesamte Druckperiode resp. des\u00a0<strong>Feldes 22AB<\/strong> nicht in derselben Auspr\u00e4gung nachweisbar sind. In Katalogen und Handb\u00fcchern findet sich bei diesen Feldmerkmalen \u2013 falls dieser Umstand \u00fcberhaupt Erw\u00e4hnung findet \u2013\u00a0der Hinweis <strong>Teilauflage<\/strong>, ohne jedoch detailliert darauf einzugehen, in welchem Teil der Gesamtauflage denn nun diese Feldmerkmale zu finden seien. F\u00fcr Sammler und Spezialisten ist dies ein \u00e4usserst unbefriedigender Zustand.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-1302 size-large\" src=\"https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/12-Pfennig-872x1024.jpg\" alt=\"\" width=\"840\" height=\"986\" srcset=\"https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/12-Pfennig-872x1024.jpg 872w, https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/12-Pfennig-256x300.jpg 256w, https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/12-Pfennig-768x902.jpg 768w, https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/12-Pfennig.jpg 1045w\" sizes=\"auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px\" \/><\/p>\n<p>In diesem und f\u00fcnf folgenden Beitr\u00e4gen werde ich mit euch Schritt f\u00fcr Schritt die L\u00f6sung des R\u00e4tsels erarbeiten. Wir werden hierzu noch tiefer als in den vorhergehenden Beitr\u00e4gen zu den <a href=\"https:\/\/archive.saarphila.de\/?p=1143\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><strong>wiederkehrenden Feldmerkmalen<\/strong><\/a> in die komplexen Abl\u00e4ufe des <strong>Rastertiefdrucks<\/strong> wie auch des gesamten Herstellungsprozesses eintauchen. Dabei erfahren wir viel \u00fcber die aus heutiger Sicht turbulenten Bedingungen, die w\u00e4hrend des Drucks des <strong>12 Pfennig-Werts<\/strong> \u00fcber den Jahreswechsel 1946\/47 herrschten. Die Vorarbeit bildet eine detaillierte Untersuchung von sehr vielen A- und B-B\u00f6gen des <strong>12 Pfennig-Werts<\/strong> aller bekannten Druckdaten.<\/p>\n<p>Diese Beitragsserie widme ich meinem langj\u00e4hrigen G\u00f6nner <strong>Hans-J\u00fcrgen Steffen<\/strong>, ohne dessen grossz\u00fcgige Unterst\u00fctzung diese Forschungsarbeit nicht h\u00e4tte realisiert werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">__________<\/p>\n<p><strong>Folge II (dieser Beitrag)<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>\u00dcbersicht \u00fcber die Beitragsserie<\/li>\n<li>Beschreibung der Ausgangslage und der sich hieraus ergebenden Fragestellungen<\/li>\n<li>\u00dcberblick \u00fcber den augenblicklichen Stand der Forschung<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Folge III<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Beschreibung und Illustration der auff\u00e4lligsten Feldmerkmale<\/li>\n<li>Welche Ursachen kommen f\u00fcr diese Feldmerkmale in Frage?<\/li>\n<li>Vorstellung des g\u00e4ngigen Erkl\u00e4rungsansatzes<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Folge IV<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Der Faktor <strong>Maschine<\/strong>\n<ul>\n<li>Technische Details zur <strong>Rotations-Rastertiefdruckmaschine<\/strong> <strong>Palatia O<\/strong><\/li>\n<li>Schilderung der Arbeitsschritte bei der Briefmarkenherstellung im Rastertiefdruckverfahren<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li>Der Faktor <strong>Mensch<\/strong>\n<ul>\n<li>Die Erfahrungen der Mitarbeiter der Druckerei <strong>Burda<\/strong><\/li>\n<li>Die Erfahrung des Gestalters <strong>Vytautas Kazimieras Jonynas <\/strong>mit der Briefmarkenherstellung im Rastertiefdruckverfahren<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li>Der Faktor <strong>Zeit<\/strong>\n<ul>\n<li>Der Druckzeitraum\/die Drucktage<\/li>\n<li>Gesamtauflage und Druckkapazit\u00e4ten<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Folge V<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Zuordnung einzelner Feldmerkmale zu Druckdaten resp. Bogennummern (vgl. <a href=\"https:\/\/archive.saarphila.de\/?p=1234\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><strong>Bogenrandsignaturen<\/strong><\/a>)<\/li>\n<li>Welche Schl\u00fcsse lassen sich aus der Druckdatenbank der Sammlung Montclair\u00a0ziehen?<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Folge VI<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>\u00dcbersicht der Feldmerkmale aller 200 Felder eines Druckbogens des 12 Pfennig-Werts \u00fcber die gesamte Druckperiode.<\/li>\n<li>Schlussfolgerungen aus dem vorliegenden Material<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Folge VII<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><strong>Zusammenfassung<\/strong> der einzelnen Teilaspekte und Pr\u00e4sentation des Forschungsergebnisses<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Publikation der Beitr\u00e4ge erfolgt im Abstand von 4 Tagen, w\u00e4hrend meiner Ferien\u00a0in Frankreich.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">__________<\/p>\n<p>Die \u00dcbersicht \u00fcber die Beitragsserie ist hiermit abgehakt. Nun wenden wir uns der Beschreibung der <strong>Ausgangslage<\/strong> und den sich hieraus ergebenden Fragestellungen zu.<\/p>\n<p>Schon dem Altmeister der Forschung zu den franz\u00f6sischen Ausgaben f\u00fcr das annektierte Saarland, <strong>Paul Staedel (1)<\/strong>\u00a0war bei den Forschungen zu seiner wegweisenden Studie <strong>\u00c9tude des timbres-poste et oblit\u00e9rations de la Sarre 1945-1955<\/strong> aufgefallen, dass nicht alle von ihm beschriebenen <strong>Feldmerkmale<\/strong> auch durchgehend auf allen Schalterbogen zu finden waren.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-1329 size-large\" src=\"https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/Staedel-Etude-1955-651x1024.jpg\" alt=\"\" width=\"651\" height=\"1024\" srcset=\"https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/Staedel-Etude-1955-651x1024.jpg 651w, https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/Staedel-Etude-1955-191x300.jpg 191w, https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/Staedel-Etude-1955-768x1209.jpg 768w, https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/Staedel-Etude-1955.jpg 1096w\" sizes=\"auto, (max-width: 651px) 100vw, 651px\" \/><\/p>\n<p>Er begann diese <strong>Feldmerkmale<\/strong> ganz grob nach deren Erscheinen auf den &#8211; wie wir seit dem Beitrag \u00fcber <a href=\"https:\/\/archive.saarphila.de\/?p=1234\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><strong>Bogenrandsignaturen<\/strong><\/a> der <strong>1. Offenburger Ausgabe<\/strong>\u00a0wissen &#8211; durchgehend mit ihrem Druckdatum versehenen Schalterb\u00f6gen zu bestimmen.<\/p>\n<p>Insgesamt f\u00fchrt Paul Staedel in den <strong>\u00c9tude<\/strong> acht Feldmerkmale auf, die nicht auf allen Schalterbogen zu finden sind:<\/p>\n<ul>\n<li>Feld 1B<\/li>\n<li>Feld 6AB<\/li>\n<li>Feld 6A<\/li>\n<li>Feld 22AB<\/li>\n<li>Feld 24B<\/li>\n<li>Feld 41A<\/li>\n<li>Feld 71A<\/li>\n<li>Feld 96B<\/li>\n<\/ul>\n<p>Alle, bis auf Feld 24B, grenzt er durch Angabe von Druckdaten enger ein.\u00a0Ein Beispiel aus den <strong>\u00c9tude<\/strong>, Seite 21:<\/p>\n<p><strong>6j [entspricht 12 Pfennig, Feld 6A]: Gros point blanc dans le premier A (sur les planches du 30-31\/12\/46 et 2-3\/1\/47)<\/strong><\/p>\n<p>Wir wissen wir nicht, wie Staedels Datenbasis beschaffen war und \u00fcber welche Informationen er 1955. als er die\u00a0<strong>\u00c9tude<\/strong> schrieb, verf\u00fcgte. Was jedoch beim Studium der <strong>\u00c9tude<\/strong> auff\u00e4llt: Das Druckdatum 4\/1\/47, also der <strong>Samstag, 4. Januar 1947<\/strong>, kommt im Zusammenhang mit dem <strong>12 Pfennig-Wert<\/strong> der nicht vor. Merkt euch dieses Datum. Wir werden im weiteren Verlauf dieser Beitragsserie sehen, dass dieser <strong>erste Samstag des Jahres 1947<\/strong> f\u00fcr unsere Forschungen noch eine wichtige Rolle spielen wird.<\/p>\n<p>Nach Paul Staedels <strong>\u00c9tude<\/strong> erschien ab 1958 das <strong>Handbuch der Postwertzeichen des Saargebietes und des Saarlandes<\/strong> mit allen philatelistischen Nebengebieten, kurz Saarhandbuch (SHB) genannt.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-1337 size-large\" src=\"https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/Saarhandbuch-726x1024.jpg\" alt=\"\" width=\"726\" height=\"1024\" srcset=\"https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/Saarhandbuch-726x1024.jpg 726w, https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/Saarhandbuch-213x300.jpg 213w, https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/Saarhandbuch-768x1083.jpg 768w, https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/Saarhandbuch.jpg 891w\" sizes=\"auto, (max-width: 726px) 100vw, 726px\" \/><\/p>\n<p>Herausgeber des Saarhandbuches war der <strong>Landesverband der Briefmarkensammler des Saarlandes e.V.<\/strong>, Saarbr\u00fccken. Mit den ersten drei Lieferungen des SHB zwischen Mai 1958 und M\u00e4rz 1960 wurde auf 50 reich bebilderten Seiten das f\u00fcr uns interessante <strong>Kapitel 402<\/strong> \u00fcber die Briefmarkenausgabe <strong>1. Offenburger Ausgabe<\/strong>\u00a0publiziert.<\/p>\n<p>Das <strong>SHB<\/strong> listet f\u00fcr den 12 Pfennig-Wert im Kapitel 402, S. 21-23, die nachstehenden <strong>Feldmerkmale<\/strong> mit dem Hinweis auf Teilauflage:<\/p>\n<ul>\n<li>Feld 10A<\/li>\n<li>Feld 22AB<\/li>\n<li>Feld 26A<\/li>\n<li>Feld 32AB<\/li>\n<li>Feld 37AB<\/li>\n<li>Feld 44A<\/li>\n<li>Feld 48A<\/li>\n<li>Feld 53A<\/li>\n<li>Feld 55A<\/li>\n<li>Feld 61B<\/li>\n<li>Feld 77AB<\/li>\n<li>Feld 79A<\/li>\n<li>Feld 94B<\/li>\n<li>Feld 96B<\/li>\n<\/ul>\n<p>Wir lassen diese durchaus beeindruckende Auflistung von 18 Feldmerkmalen von theoretisch m\u00f6glichen 200 f\u00fcr den Moment unkommentiert stehen. Wir werden im Verlauf der Beitragsserie sehen, wo das SHB richtig und wo es falsch lag.<\/p>\n<p>Der <strong>Catalogue F.S.A. 1960 sp\u00e9cialis\u00e9 des Timbres de la Sarre 3e Edition<\/strong> gibt bei den 6 gelisteten <strong>Feldmerkmalen<\/strong> f\u00fcr den <strong>12 Pfennig-Wert<\/strong> (201 d-i) keinerlei Hinweise auf Feldmerkmale, welche nur in einem Teil der Gesamtauflage vorkommen. Die <strong>4e Edition des Catalogue F.S.A. von 1964<\/strong> listet zwar ein <strong>Feldmerkmal<\/strong> mehr (201 j), aber ebenfalls keine Teilauflagen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-1343 size-large\" src=\"https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/Catalogue-FSA-Saar-Spezial-1960-636x1024.jpg\" alt=\"\" width=\"636\" height=\"1024\" srcset=\"https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/Catalogue-FSA-Saar-Spezial-1960-636x1024.jpg 636w, https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/Catalogue-FSA-Saar-Spezial-1960-186x300.jpg 186w, https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/Catalogue-FSA-Saar-Spezial-1960-768x1236.jpg 768w, https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/Catalogue-FSA-Saar-Spezial-1960-1200x1931.jpg 1200w, https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/Catalogue-FSA-Saar-Spezial-1960.jpg 1949w\" sizes=\"auto, (max-width: 636px) 100vw, 636px\" \/><\/p>\n<p>Kleines Detail am Rande: Das K\u00fcrzel <b>F.S.A.<\/b> steht f\u00fcr <b>Franco-Sarroise-Allemande<\/b>, also franz\u00f6sisch-saarl\u00e4ndisch-deutsch. Das <b>saarl\u00e4ndisch<\/b> gesondert aufgef\u00fchrt wird, hat nichts mit dem manchmal unverst\u00e4ndlichen Dialekt zwischen Blies, Saar und Mosel zu tun, sondern ist der Tatsache geschuldet, dass die Saarl\u00e4nder nicht nur eine eigene Verfassung, sondern von 1948 bis zum Anschluss an die BRD 1957 auch ihre eigene Staatsb\u00fcrgerschaft besassen. Sie waren <b>Sarrois.<\/b><\/p>\n<p>Welche Informationen k\u00f6nnen wir hinsichtlich <strong>Feldmerkmalen<\/strong>, welche nur in einem Teil der Auflage vorkommen, den MICHEL\u00ae Briefmarken-Katalogen aus dem Schwaneberger-Verlag entnehmen?<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-1344 size-large\" src=\"https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/Michel-Saar-Spezial-2017-686x1024.jpg\" alt=\"\" width=\"686\" height=\"1024\" srcset=\"https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/Michel-Saar-Spezial-2017-686x1024.jpg 686w, https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/Michel-Saar-Spezial-2017-201x300.jpg 201w, https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/Michel-Saar-Spezial-2017-768x1147.jpg 768w, https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/Michel-Saar-Spezial-2017.jpg 1187w\" sizes=\"auto, (max-width: 686px) 100vw, 686px\" \/><\/p>\n<p>Der MICHEL\u00ae listet in seiner 2017er-Ausgabe f\u00fcr das Feld 96B: <strong>dicker Punkt in \u20392\u203a der Wertangabe \u203912\u203a (Feld 96, Bg. B, Teilaufl.). <\/strong>Dieser Eintrag findet sich gleichlautend in den Saar-Katalogen von 2002, 2003 und 2004.<\/p>\n<p>Die frappanten Unterschiede zwischen den einzelnen Autoren\/Redaktionen sind erstaunlich, finden Sie nicht auch?<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">__________<\/p>\n<p>So! Wie ist der Stand der Forschung heute?<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Paul Staedel<\/strong> mit seiner Unterscheidung der unterschiedlichen Druckdaten ist vorl\u00e4ufig das Mass aller Dinge.<\/li>\n<li>Das<strong> Saarhandbuch<\/strong> erw\u00e4hnt mehr Feldmerkmale mit dem Vermerk Teilauflage als Staedel, gibt jedoch keinerlei Hinweise auf die Druckdaten. Wie aktuell ist die Arbeit des SHB aus heutiger Sicht?<\/li>\n<li>Der <strong>Catalogue F.S.A<\/strong> erw\u00e4hnt das Thema \u2039Teilauflage\u203a nicht.<\/li>\n<li>Der <strong>MICHEL\u00ae<\/strong> listet seit 2002 ein einziges Feldmerkmal mit dem Hinweis auf Teilauflage.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Was allen Autoren\/Redaktionen gemeinsam ist: Sie bleiben ihren Lesern eine Erkl\u00e4rung f\u00fcr die nur in Teilauflage auftretenden <strong>Feldmerkmale<\/strong> schuldig. Hinweise, auf welchen B\u00f6gen der Sammler nach den <strong>Feldmerkmalen<\/strong> suchen soll, bietet ausschliesslich die <strong>\u00c9tude<\/strong> von Staedel und diese k\u00f6nnt ihr nur noch antiquarisch erwerben.<\/p>\n<p>Bis dann<\/p>\n<p>Hier geht&#8217;s zum zweiten Beitrag.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><span class='maxbutton-2-container mb-container'><a class=\"maxbutton-2 maxbutton maxbutton-aktuelles\" title=\"Zum zweiten Teil\" href=\"https:\/\/archive.saarphila.de\/?p=1371\"><span class='mb-text'>Zweiter Teil<\/span><\/a><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">__________<\/p>\n<p><strong>Anmerkung<\/strong><\/p>\n<p>(<strong>1<\/strong>) Paul Staedel war ein\u00a0hoch dekorierten Widerstandsk\u00e4mpfer des FFI, eingefleischter Europ\u00e4er, Briefmarkenh\u00e4ndler und ausgewiesener Saar-Spezialist aus Illkirch-Graffenstaden, Departement Bas-Rhin<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">__________<\/p>\n<p>Folgt mir auf <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/SaarPhilatelist\"><b>Facebook<\/b><\/a> und ihr seid immer auf dem Laufenden.<\/p>\n<p><b>#saarphila #saarphilatelie<\/b><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hallo In diesem Beitrag hatte ich angek\u00fcndigt, dass &#8211; bald 72 Jahre nach dem Druck der 1. 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