{"id":1807,"date":"2018-10-18T03:00:57","date_gmt":"2018-10-18T01:00:57","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.saarphilatelie.com\/?p=1807"},"modified":"2024-10-06T12:51:05","modified_gmt":"2024-10-06T10:51:05","slug":"bislang-undokumentierte-feldmerkmale-i","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archive.saarphila.de\/?p=1807","title":{"rendered":"Feldmerkmale &#8211; Neues Merkmal 80 Pfennig Feld 10AB"},"content":{"rendered":"<p>Hallo<\/p>\n<p>Die Briefmarken der <strong>1. Offenburger Ausgabe<\/strong> weisen\u00a0eine schier unersch\u00f6pfliche Anzahl an <strong>Feldmerkmalen<\/strong> auf. Nur ein Bruchteil ist bislang dokumentiert und korrekt beschrieben. Ein Eldorado f\u00fcr Feldmerkmal-Fans wie mich.<\/p>\n<p>In einem fr\u00fcheren <a href=\"https:\/\/archive.saarphila.de\/?p=1162\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><strong>Beitrag<\/strong><\/a> hatte ich ein solches, noch undokumentiertes Feldmerkmal der <b>1. Offenburger Ausgabe\u00a0<\/b>bereits vorgestellt: <strong>3 Pfennig, Feld 33AB<\/strong> \u00abRunder, weisser Fleck am linken Knie\u00bb. Dennoch habe ich diesem Beitrag die r\u00f6misch eins (I) zugeordnet, denn es ist der erste Beitrag, welcher ausschliesslich ein bislang unbekanntes Feldmerkmal behandelt. Ein Merkmal \u00fcbrigens des 80 Pfennig-Werts. Ich h\u00f6re euch schon erleichtert aufatmen! Diesmal nicht der 12 Pfennig-Wert.<\/p>\n<p>Bei der Durchsicht meiner ca. 4-500 Marken des 80 Pfennig-Wertes, der den <strong>Alten Turm <\/strong>der Benediktinerabtei in Mettlach zeigt (n\u00e4here Details zum <strong>Bildmotiv<\/strong> vgl. <a href=\"https:\/\/archive.saarphila.de\/?p=1115\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><strong>hier<\/strong><\/a>), stiess ich vor einiger Zeit dreimal auf ein bestimmtes, nicht gerade unauff\u00e4lliges Merkmal, dass ich noch nicht kannte. Ein neues Feldmerkmal? Spannung machte sich damals an meinem Schreibtisch breit.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-1814\" src=\"https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/1-2.jpg\" alt=\"\" width=\"250\" height=\"231\" \/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-1815\" src=\"https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/1-3.jpg\" alt=\"\" width=\"250\" height=\"231\" \/><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-1811\" src=\"https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/1-2x.jpg\" alt=\"\" width=\"250\" height=\"231\" \/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-1812\" src=\"https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/1-3x.jpg\" alt=\"\" width=\"250\" height=\"231\" \/><\/p>\n<p>Die Abbildungen zeigen zwei der drei gefundenen Marken, resp. den Bildausschnitt mit dem Merkmal. Bei den Abbildungen der unteren Reihe habe ich jeweils das Merkmal gekennzeichnet:\u00a0<strong><span lang=\"EN-US\">Farbfleck rechts am linken Strebepfeiler in H\u00f6he der zweiten Fensterreihe.<\/span><\/strong><\/p>\n<p>Ich legte die bereits gefundenen drei Marken beiseite und suchte zwecks Zuordnung des Merkmals zu einem Bogenfeld nach einer Marke, die einerseits das Merkmal aufwies und andererseits Teil eines Vierblocks, Sechserblocks oder sonstigen Bogenteils war. Noch einfacher w\u00fcrde sich selbstverst\u00e4ndlich die Zuordnung des Merkmals gestalten, falls ich eine Marke mit einem anh\u00e4ngenden <strong>Bogenrand<\/strong> f\u00e4nde.<\/p>\n<p>Sicher, ich h\u00e4tte auch meine \u2013 sogar digitalisiert vorhandene \u2013\u00a0Sammlung von kompletten <strong>Schalterbogen<\/strong> hervornehmen und die 200 Felder eines nach dem anderen durchsehen k\u00f6nnen. Es bereitet mir jedoch Freude, meine nach <a href=\"https:\/\/archive.saarphila.de\/?p=1701\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><strong>Werten<\/strong><\/a> und Wasserzeichen sortierten Kisten mit den Briefmarken physisch durchzust\u00f6bern, sozusagen auf philatelistische Entdeckungsreise zu gehen. Fast regelm\u00e4ssig bilden sich bei meinen Entdeckungstouren Assoziationen zu anderen Werten und Feldmerkmalen oder es entstehen Ideen f\u00fcr weitere Beitr\u00e4ge im <strong>Saarphilatelie-Blog<\/strong>. Briefmarken regelm\u00e4ssig \u2039Luft schnuppern\u203a zu lassen, reduziert auch die Gefahr eines <a href=\"https:\/\/archive.saarphila.de\/?p=1724\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><strong>Stockflecken<\/strong><\/a>-Befalls.<\/p>\n<p>Ich hatte Gl\u00fcck. Eine Marke mit dem Merkmal hatte tats\u00e4chlich einen anh\u00e4ngenden Bogenrand, sogar vom Oberrand und\u00a0mit <a href=\"https:\/\/archive.saarphila.de\/?p=1234\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><strong>Reihenwertz\u00e4hler<\/strong><\/a>, was die Zuordnung von Merkmal und Bogenfeld zu einem Kinderspiel werden liess.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-1809 size-full\" src=\"https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/80-10A.jpg\" alt=\"\" width=\"514\" height=\"1099\" srcset=\"https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/80-10A.jpg 514w, https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/80-10A-140x300.jpg 140w, https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/80-10A-479x1024.jpg 479w\" sizes=\"auto, (max-width: 514px) 100vw, 514px\" \/><\/p>\n<p>Das Merkmal tritt jeweils auf Feld 10 auf. Ein Blick in die Kataloge zeigte mir, dass weder die <strong>\u00c9tude<\/strong>, das <strong>Saarhandbuch<\/strong>, der <strong>MICHEL\u00ae<\/strong> oder der <strong>Catalogue F.S.A.<\/strong> f\u00fcr das Feld 10 des 80 Pfennig-Werts ein Merkmal auff\u00fchren.<\/p>\n<p>Nun musste ich noch sicherstellen, dass es sich nicht um ein <strong>Feldmerkmal in Teilauflage<\/strong> der 7&#8217;600 <strong>Druckbogen<\/strong> handelt und \u00fcberpr\u00fcfen, ob das Merkmal auf beiden Bogen (A und B) auftritt. Dazu ben\u00f6tigte ich nun doch meine Schalterbogen-Sammlung. Ich konnte das Feldmerkmal verifizieren auf den Schalterb\u00f6gen:<\/p>\n<ul>\n<li>B 07372<\/li>\n<li>A 06756<\/li>\n<li>B 06300<\/li>\n<li>B 05702<\/li>\n<li>A 04143<\/li>\n<li>B 03218<\/li>\n<li>B 02187<\/li>\n<li>B 02132<\/li>\n<li>A 00860<\/li>\n<li>B 00654<\/li>\n<li>B 00280<\/li>\n<li>B 00259<\/li>\n<li>B 00250<\/li>\n<\/ul>\n<p>Da die <strong>7&#8217;600 Druckb\u00f6gen<\/strong> wahrscheinlich an einem einzigen Tag, Montag dem <strong>17. Februar 1947<\/strong>, gedruckt worden sind, kann der Nachweis des Merkmals auf den vorstehend aufgelisteten Bogen als hinreichend f\u00fcr das Auftreten \u00fcber die Gesamtauflage auf beiden Bogenteilen angesehen werden.<\/p>\n<figure id=\"attachment_1809\" aria-describedby=\"caption-attachment-1809\" style=\"width: 514px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-1809 size-full\" src=\"https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/80-10A.jpg\" alt=\"\" width=\"514\" height=\"1099\" srcset=\"https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/80-10A.jpg 514w, https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/80-10A-140x300.jpg 140w, https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/80-10A-479x1024.jpg 479w\" sizes=\"auto, (max-width: 514px) 100vw, 514px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-1809\" class=\"wp-caption-text\"><strong>80 Pfennig Feld 10A<\/strong><\/figcaption><\/figure>\n<figure id=\"attachment_1808\" aria-describedby=\"caption-attachment-1808\" style=\"width: 514px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-1808 size-full\" src=\"https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/80-10B.jpg\" alt=\"\" width=\"514\" height=\"1063\" srcset=\"https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/80-10B.jpg 514w, https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/80-10B-145x300.jpg 145w, https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/80-10B-495x1024.jpg 495w\" sizes=\"auto, (max-width: 514px) 100vw, 514px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-1808\" class=\"wp-caption-text\"><strong>80 Pfennig Feld 10B<\/strong>, das Merkmal f\u00e4llt auf Marken der B-B\u00f6gen schw\u00e4cher aus<\/figcaption><\/figure>\n<p>Ich war also f\u00fcndig geworden und hatte ein zuvor noch nicht dokumentiertes Feldmerkmal gefunden. Ich denke, so oder so \u00e4hnlich muss sich wohl <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Christoph_Kolumbus\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><strong>Cristoforo Colombo<\/strong><\/a> am 12. Oktober 1492 beim Landfall auf San Salvador gef\u00fchlt haben. Und genau wie Colombo die Insel, von den Einwohnern Guanahani genannt, auf \u2039San Salvador\u203a taufte, taufte \u2013 also dokumentierte \u2013\u00a0auch ich meinen Fund:<\/p>\n<blockquote><p>80 Pfennig 10AB, Gesamtauflage: \u00ab<span lang=\"EN-US\">Farbfleck rechts am linken Strebepfeiler in H\u00f6he der zweiten Fensterreihe; auf B-B\u00f6gen schw\u00e4cher ausgepr\u00e4gt\u00bb<\/span><\/p><\/blockquote>\n<p>Besitzt ihr einen oder mehrere komplette Schalterbogen der <strong>1. Offenburger Ausgabe<\/strong>? Unterst\u00fctzt mich und lasst mir einen Farbscan mit mind. 600 dpi zukommen.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">__________<\/p>\n<h5><strong>Steckbrief des 80 Pfennig-Werts<\/strong><\/h5>\n<ul>\n<li><strong>Wert<\/strong>: 80 (Reichs-) Pfennig<\/li>\n<li><strong>Motiv<\/strong>: Alter Turm der Benediktinerabtei Mettlach<\/li>\n<li><strong>Farbe<\/strong>: rotorange<\/li>\n<li><strong>Papier<\/strong>: dickes, gelblichgraues Papier; rau und h\u00e4ufig mit unter der Lupe erkennbaren, l\u00e4ngeren Stofff\u00e4den<\/li>\n<li><strong>Gummierung<\/strong>: gr\u00e4ulichbraunes <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Gummi_arabicum\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><strong>Gummi arabicum<\/strong><\/a>, quergeriffelt<\/li>\n<li><strong>Wasserzeichen<\/strong>: ohne<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Briefmarkentrennung\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><strong>Z\u00e4hnung<\/strong><\/a>: K14 (= 14 Zahnl\u00f6cher auf 2 Zentimeter bei <strong>Kammz\u00e4hnung<\/strong>)<\/li>\n<li><strong>Bekannte Druckdaten<\/strong>: 17. Februar 1947<\/li>\n<li><strong>Erstausgabedatum<\/strong>: 7. M\u00e4rz 1947<\/li>\n<li><strong>G\u00fcltigkeit<\/strong>: 19. November 1947 (w\u00e4hrend der Woche vom 20.-27. November waren noch Mischfrankaturen zugelassen; Quelle: <strong>Saarhandbuch<\/strong>)<\/li>\n<li><strong>Auflage<\/strong>: 1\u2019520\u2019000 St\u00fcck, von denen innerhalb der G\u00fcltigkeit rd. 1\u2019515\u2019000 St\u00fcck am Schalter verkauft wurden<\/li>\n<li><strong>Vorgestelltes Feldmerkmal<\/strong>: Feld 10AB, \u00ab<span lang=\"EN-US\">Farbfleck rechts am linken Strebepfeiler in H\u00f6he der zweiten Fensterreihe\u00bb<\/span><\/li>\n<\/ul>\n<p>Bis dann<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">__________<\/p>\n<p>Folgt mir auf <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/SaarPhilatelist\"><b>Facebook<\/b><\/a> und ihr seid immer auf dem Laufenden.<\/p>\n<p><b>#saarphila #saarphilatelie<\/b><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hallo Die Briefmarken der 1. Offenburger Ausgabe weisen\u00a0eine schier unersch\u00f6pfliche Anzahl an Feldmerkmalen auf. Nur ein Bruchteil ist bislang dokumentiert und korrekt beschrieben. Ein Eldorado f\u00fcr Feldmerkmal-Fans wie mich. In einem fr\u00fcheren Beitrag hatte ich ein solches, noch undokumentiertes Feldmerkmal der 1. 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