{"id":214,"date":"2017-12-20T18:15:45","date_gmt":"2017-12-20T17:15:45","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.saarphilatelie.com\/?p=214"},"modified":"2024-10-16T12:04:27","modified_gmt":"2024-10-16T10:04:27","slug":"koordinaten-fuer-briefmarken-ein-taugliches-konzept","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archive.saarphila.de\/?p=214","title":{"rendered":"Basiswissen Philatelie (III) &#8211; Wie n\u00fctzlich ist ein Koordinatensystem f\u00fcr Briefmarken?"},"content":{"rendered":"<blockquote><p><span style=\"color: #333333;\">Mein Landsmann Carl Hilty hat einmal gesagt: \u00abDer einzige Weg, auf welchem wahre Kenntnis erreicht werden kann, ist durch liebevolles Studium.\u00bb<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #333333;\">Ich sage: \u00abIch stehe auf den Schultern von Titanen, die mich an ihrem Wissen teilhaben liessen. Sie stellten mir nur eine Bedingung: \u2039Gib Dein erworbene Wissen freigiebig weiter ohne je etwas daf\u00fcr zu verlangen, so wie wir nichts von Dir verlangen. Halte Dich daran und nicht nur Dein Wissen, sondern auch Du wirst wachsen und eines Tages vielleicht selbst ein Titan werden.\u203a\u00bb<\/span><\/p><\/blockquote>\n<p><span style=\"color: #333333;\">Hallo<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #333333;\">Im Beitrag <strong>Aktuell bei ebay <\/strong><em>[Anm.: im Blog-Archiv nicht mehr verf\u00fcgbar]<\/em> habe ich anhand eines konkreten Beispiels zeigen k\u00f6nnen, dass <strong>Feldmerkmale<\/strong> von Briefmarken pr\u00e4zise beschrieben werden sollten, um Missverst\u00e4ndnissen vorzubeugen. Im selben Beitrag habe ich die Koordinaten eines Druckbogens der <strong>Originalausgabe Berufe und Sehensw\u00fcrdigkeiten an der Saar <\/strong>vorgestellt: Druckbogen mit zwei Schalterb\u00f6gen (A-Bogen und B-Bogen) aufgeteilt in jeweils 100 resp. bei den beiden grossformatigen Werten 50 Bogenfelder, woraus sich sozusagen die\u00a0<strong>Hausnummer<\/strong> einer Briefmarke ergibt.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #333333;\">Spinnen wir heute den Gedanken <strong>Koordinatensystem<\/strong>\u00a0einmal etwas weiter, denn die Bogenfelder allein helfen uns &#8211; wie wir gesehen haben &#8211; nicht in jedem Fall weiter. Bei dem besprochenen <strong>Ami Faux<\/strong>\u00a0(50 Pfennig-Wert, SP28 Feld 70A zu Feld 20AB) definitiv nicht. Wir sehen ja beim H\u00e4ndler, auf der Messe oder auf ebay eine Marke nicht an ihrem Platz im Schalterbogen. Was wir sehen, ist meist eine einzelne Marke, ein Markenpaar, ein Viererblock ohne die zugeh\u00f6rige <strong>Hausnummer<\/strong>.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #333333;\">K\u00f6nnen uns Koordinaten dennoch bei unserer Suche nach bestimmten Abweichungen vom gew\u00fcnschten Markenbild helfen? Falls ja, wie m\u00fcsste ein solches Koordinatensystem beschaffen sein? Und wie k\u00e4me es in der Praxis zum Einsatz? Heute werden wir uns\u00a0erstmals mit der \u00e4usserst umfangreichen Thematik <strong>Briefmarken-Zubeh\u00f6r<\/strong>\u00a0besch\u00e4ftigen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #333333;\">Wir beschr\u00e4nkten unsere Suche nach einem passenden Hilfsmittel nicht ausschliesslich auf die Schweiz, sondern werfen auch einen Blick \u00fcber die Grenzen auf das Mutterland aller Briefmarken, nach Grossbritannien. Grossbritannien und die Schweiz sind die L\u00e4nder mit der weltweit l\u00e4ngsten Briefmarkengeschichte. In beiden L\u00e4ndern werden Marken mit Feldmerkmalen oder anderen spezifischen Eigenschaften gesammelt, ge- und verkauft sowie getauscht.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #333333;\">Was ist unser Ziel? Die Kommunikation zwischen K\u00e4ufer und Verk\u00e4ufer sollte klar sein, bei Vertragsabschluss Einverst\u00e4ndnis herrschen, sonst sind Probleme vorprogrammiert. Im Ladengesch\u00e4ft, auf der Briefmarkenb\u00f6rse, auf dem Flohmarkt k\u00f6nnen beide Parteien miteinander reden. Dieser direkte Kommunikationskanal entf\u00e4llt, wenn die philatelistische Transaktion wie so h\u00e4ufig \u00fcber eine Internetplattform abgewickelt wird. Die M\u00f6glichkeit, den Verk\u00e4ufer \u00fcber die meist gebotenen Kontaktfunktionen anzusprechen, wird meist nicht genutzt. Das Internet mit seinen diversen Plattformen sowie den Onlineshops der unz\u00e4hligen Briefmarkenh\u00e4ndler d\u00fcrfte gesch\u00e4tzte 85% der weltweiten Ums\u00e4tze im Briefmarkenhandel generieren &#8211; auch wenn die hier erzielten Preise, selbst bei qualitativ einwandfreien und kompetent gepr\u00fcften St\u00fccken offensichtlich bei den <strong>Marken-Bewertungen<\/strong> von einigen Katalogherausgebern komplett ignoriert werden. Jedem seine Insel, sage ich da, in Anlehnung an einen Romantitel von Johannes Mario Simmel. \u00dcber den grossen Anteil des Internets am gesamten Briefmarkenhandel sind sich die allermeisten Beobachter im deutschsprachigen Raum mit ihren Kollegen aus dem frankophonen, anglophonen und sinophonen Raum einig. Diskutiert wird schlussendlich nur noch \u00fcber die Gr\u00f6ssenordnung, also ob der Anteil nicht bereits \u00fcber 90% betr\u00e4gt.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #333333;\">Zur\u00fcck zu den Koordinaten und L\u00f6sungsans\u00e4tzen in Grossbritannien und der Schweiz. Aus Grossbritannien stammt ein ausgereift wirkendes Zubeh\u00f6r im Zusammenhang mit der Verortung von Feldmerkmalen: der <strong>Thirkell Position Finder<\/strong>\u00a0aus dem Traditionshaus<\/span> <a href=\"https:\/\/www.stanleygibbons.com\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><strong>Stanley Gibbons<\/strong><\/a><span style=\"color: #333333;\">. Eine preiswerte Schablone aus stabilem, glasklarem Plastik mit X\/Y-Koordinatensystem (Zahlen\/Buchstaben) und zus\u00e4tzlicher Millimeterskala, die \u00fcber die Briefmarke gelegt wird. Die Schablone kommt mit einer kurzen Benutzungsanleitung. Die Zeichnungen sind so selbsterkl\u00e4rend, dass ihr keine Schwierigkeiten bei der Anwendung haben solltet, selbst falls ihr der englischen Sprache nicht m\u00e4chtig seid.<\/span><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-231 size-large\" src=\"https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Position-Finder-Thirkell-1-782x1024.jpg\" alt=\"\" width=\"782\" height=\"1024\" srcset=\"https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Position-Finder-Thirkell-1-782x1024.jpg 782w, https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Position-Finder-Thirkell-1-229x300.jpg 229w, https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Position-Finder-Thirkell-1-768x1006.jpg 768w, https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Position-Finder-Thirkell-1-1200x1572.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 782px) 100vw, 782px\" \/><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-232 size-large\" src=\"https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Position-Finder-Thirkell-2-802x1024.jpg\" alt=\"\" width=\"802\" height=\"1024\" srcset=\"https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Position-Finder-Thirkell-2-802x1024.jpg 802w, https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Position-Finder-Thirkell-2-235x300.jpg 235w, https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Position-Finder-Thirkell-2-768x981.jpg 768w, https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Position-Finder-Thirkell-2-1200x1533.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 802px) 100vw, 802px\" \/><\/p>\n<p><span style=\"color: #333333;\">Konkurrenz erh\u00e4lt der Thirkell aus dem \u2013\u00a0immerhin bereits 113 Jahre bestehenden \u2013\u00a0Hause <a href=\"http:\/\/www.briefmarken.ch\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><strong>Zumstein<\/strong><\/a>, bekannt f\u00fcr seine Schweiz-Kataloge. Von Zumstein stammt der <strong><a href=\"http:\/\/www.briefmarken.ch\/zshop\/contents\/de\/d291.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Abartensucher<\/a><\/strong>, eine d\u00fcnne quadratische Plastikfolie, die \u00fcber die zu bestimmende oder zu durchsuchende Briefmarke gelegt wird. Das X\/Y-Koordinatensystem wie auch die Anwendung entspricht dem des <strong>Thirkell<\/strong>, jedoch l\u00e4sst der <strong>Zumstein<\/strong> auf der Y-Achse den Buchstaben \u2039I\u203a aus.<\/span><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-233 size-large\" src=\"https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Abartensucher-CH-Zumstein-1024x1002.jpg\" alt=\"\" width=\"840\" height=\"822\" srcset=\"https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Abartensucher-CH-Zumstein-1024x1002.jpg 1024w, https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Abartensucher-CH-Zumstein-300x294.jpg 300w, https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Abartensucher-CH-Zumstein-768x751.jpg 768w, https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Abartensucher-CH-Zumstein-1200x1174.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px\" \/><\/p>\n<p><span style=\"color: #333333;\"><strong>Lakmustest<\/strong>: Wird die Bestimmung von Feldmerkmalen durch dieses Zubeh\u00f6r einfacher? Vereinfacht es die Kommunikation zwischen Verk\u00e4ufern und K\u00e4ufern auf Distanz? Wir werden es mit bereits bekannten im MICHEL\u00ae-Katalog unter r\u00f6misch II katalogisierten Merkmal des Feldes <strong>20AB<\/strong> des 50 Pfennig-Wertes der <strong>1. Offenburger Ausgabe<\/strong> (BuS I) ausprobieren.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #333333;\">Nachstehend erst die Briefmarke &#8211; das gesuchte Feldmerkmal ist der waagerechte Farbstrich im Abschwung des <strong>S<\/strong> von <strong>SAAR<\/strong>, erinnern Sie sich? Danach die Scans der Marke mit aufgelegtem Koordinatennetz der Positionsfinder.<\/span><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-236 size-large\" src=\"https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Mi-220-II-1024x757.jpg\" alt=\"\" width=\"840\" height=\"621\" srcset=\"https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Mi-220-II-1024x757.jpg 1024w, https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Mi-220-II-300x222.jpg 300w, https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Mi-220-II-768x567.jpg 768w, https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Mi-220-II-1200x887.jpg 1200w, https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Mi-220-II.jpg 1712w\" sizes=\"auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px\" \/><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-234 size-large\" src=\"https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Ergebnis-Thirkell-786x1024.jpg\" alt=\"\" width=\"786\" height=\"1024\" srcset=\"https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Ergebnis-Thirkell-786x1024.jpg 786w, https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Ergebnis-Thirkell-230x300.jpg 230w, https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Ergebnis-Thirkell-768x1000.jpg 768w, https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Ergebnis-Thirkell-1200x1563.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 786px) 100vw, 786px\" \/><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-235 size-large\" src=\"https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Ergebnis-Zumstein-1024x1024.jpg\" alt=\"\" width=\"840\" height=\"840\" srcset=\"https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Ergebnis-Zumstein-1024x1024.jpg 1024w, https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Ergebnis-Zumstein-150x150.jpg 150w, https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Ergebnis-Zumstein-300x300.jpg 300w, https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Ergebnis-Zumstein-768x768.jpg 768w, https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Ergebnis-Zumstein-1200x1200.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px\" \/><\/p>\n<p><span style=\"color: #333333;\">Bei beiden Hilfsmitteln ist das Feldmerkmal am linken oberen Rand von H2 zu finden. F\u00fcr alle von euch, deren Mathematikunterricht wie bei mir schon mehrere Jahrzehnte zur\u00fcckliegt:<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #333333;\"><strong>H = Position auf der senkrechten Y-Achse, 2 = Position auf der waagerechten X-Achse des Koordinatennetzes.<\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #333333;\">Eine m\u00f6gliche Beschreibung k\u00f6nnte also lauten: \u00abKurzer waagerechter Farbstrich \u00fcber S von SAAR bei H2.\u00bb Das schliesst eine Verwechslung mit dem Amis Faux von Feld 70A schon einmal aus, denn dieses w\u00fcrde in der Mitte von G2 zu liegen kommen. Dazu gibt es an dieser Stelle keine Abbildung &#8230; ich hatte bereits Probleme, saubere Scans mit den Positionsfindern \u00fcber der Marke anzufertigen, die Marke ist immer wieder verrutscht! Macht nichts! Die vorstehende Beschreibung ist auch wesentlich k\u00fcrzer als die von mir vorgeschlagene im Beitrag <strong>Aktuell bei ebay<\/strong>\u00a0.\u00a0Doch bleibt die Beschreibung auch so simple, wenn das zu beschreibende Merkmal unter einer der Linien oder sogar einem Kreuzungspunkt von Linien zu liegen kommt? Nein! Die Beschreibung wird wieder sehr komplex.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #333333;\">Die Linien des <strong>Thirkell<\/strong> sind st\u00e4rker als die des <strong>Abartensuchers<\/strong>, daf\u00fcr \u2013 ein wenig ist es auf dem Scan mit dem Abartensucher zu erkennen \u2013\u00a0verschmiert man bei Verwendung die schwarze Farbe schnell. Landet zwar nicht auf der Marke, sondern auf den Fingern. Dagegen hilft Seife. Dennoch ein Makel. Falls ihr euch einen Abartensucher von Zumstein zulegen m\u00f6chtet, bestellt sinnvollerweise gleich 2 oder 3 St\u00fcck.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #333333;\"><strong>Quintessenz<\/strong>: Die Hilfsmittel von <\/span><strong><a href=\"https:\/\/www.stanleygibbons.com\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Stanley Gibbons<\/a><\/strong><span style=\"color: #333333;\"> und <strong><a href=\"http:\/\/www.briefmarken.ch\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Zumstein<\/a><\/strong><\/span><span style=\"color: #333333;\"> k\u00f6nnen mich nicht wirklich \u00fcberzeugen. Obschon das Konzept durch seine einfache Handhabung und die offensichtlich gewollte \u00dcbereinstimmung in der Koordinatengestaltung besticht, ist die Linienst\u00e4rke der Schablonen zu dick, um im Alltag wirklich zu helfen. Das gr\u00f6sste Manko: Kein mir bekannter Katalog listet derzeit Koordinaten f\u00fcr Abweichungen des Markenbildes. Mit diesem Mangel bleiben die beiden Tools nettes Spielzeug, aber ohne grosse Verwendbarkeit im philatelistischen Alltag.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #333333;\">Die einfachste und sicherste L\u00f6sung f\u00fcr die Beschreibung von Feldmerkmalen sind und bleiben saubere Abbildungen mit Hinweis auf das Merkmal oder die Abweichungen. Abbildungen en gros machen einen gedruckten Katalog umfangreich, was sich wiederum im Preis niederschl\u00e4gt (vgl. den <strong><a href=\"http:\/\/philotax.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Philotax<\/a><\/strong>).<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #333333;\">Weiterhin sind pr\u00e4zise Beschreibungen ein unverzichtbares Muss. Diese sollten sich hinsichtlich der Wortwahl an bestimmten allgemein verbindlichen Leitplanken orientieren. In schwierigen F\u00e4llen k\u00f6nnten die Beschreibungen durch ein Millimeter-Koordinatensystem erg\u00e4nzt werden, welches dem Sammler exakt angibt, wo er das Feldmerkmal findet. Pr\u00e4zise Beschreibungen nehmen in gedruckten Katalogen ebenfalls Platz ein, was \u2013 wenn einmal umgesetzt \u2013\u00a0sich ebenfalls im Preis f\u00fcr den Katalog niederschlagen w\u00fcrde.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #333333;\">Was jedoch sind die einmaligen zus\u00e4tzlichen Kosten im Vergleich zur eingesparten Zeit und dem durch weniger Fehlk\u00e4ufe eingesparten Geld?<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #333333;\">Bei den uns heute zur Verf\u00fcgung stehenden Informationen, Darstellungsm\u00f6glichkeiten und Distributionskan\u00e4len hat sich ein Konzept der Wissensvermittlung \u00fcberlebt: Teure Kataloge, die nichts weiter bieten als verschwurbelte, unverst\u00e4ndliche und nicht nachvollziehbare Beschreibungen ohne erl\u00e4uternde oder mit schlicht falschen Abbildungen, die \u00fcber Jahre hinweg nicht aktualisiert\/korrigiert werden. Wer in einem sich st\u00e4ndig ver\u00e4nderndem Umfeld nicht flexibel agiert, der wird verschwinden &#8230; das gilt nicht bloss f\u00fcr Dinosaurier.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #333333;\"><strong>Seid ihr unsicher<\/strong>, ob es sich bei der vor euch liegenden oder auf dem Bildschirm angezeigten Marke der <b>1. Offenburger Ausgabe\u00a0<\/b>um einen im MICHEL\u00ae gelisteten Plattenfehler (sic!) handelt?<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #333333;\">Ich beantworte Anfragen in der Regel innerhalb von 24 Stunden (vielleicht nicht gerade an den bevorstehenden Festtagen). Es entstehen euch keine Kosten. Weshalb nicht? Lest mein Zitat am Anfang des heutigen Beitrags.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #333333;\"><strong>Die Philatelie ist nicht tot<\/strong>, obschon manche Journalisten und Vereinshuber nicht m\u00fcde werden, in ihren Beitr\u00e4gen das Ende heraufzubeschw\u00f6ren. Vielleicht wird die Philatelie, wie sie bislang betrieben wurde, in wenigen Jahren nicht mehr sein, als eine blasse Erinnerung. Doch die Philatelie lebt weiter, daf\u00fcr sind die Millionen von Sammlern, die weltweit Jahr f\u00fcr Jahr einen niedrigen dreistelligen \u20ac-Milliardenbetrag f\u00fcr ihr Hobby ausgeben, viel zu lebendig. Wir Menschen sind alle kleine Sammler und Schatzsucher. Dennoch l\u00e4sst sich nicht leugnen: <strong>Die Philatelie ist heute einem st\u00e4ndigen und raschen Wandel unterworfen<\/strong>. Doch wir\u00a0<strong>Sammler sind flexibel<\/strong>, sehr flexibel und erfindungsreich, wenn es um unsere Freizeitbesch\u00e4ftigung geht. Althergebrachte Strukturen k\u00f6nnen sich h\u00e4ufig nicht einfach so anpassen. Dort wirken oft m\u00e4chtige Beharrungskr\u00e4fte. Es geht um Pfr\u00fcnde, Geld und Einfluss. Wo verkrustete Strukturen langsam zur Bewegungslosigkeit erstarren, suchen wir beweglichen Sammler uns andere, neue Wege. Denn: \u00abR\u00fcckw\u00e4rts gewandt l\u00e4sst sich schlecht voran schreiten.\u00bb Das wird dann das Thema eines weiteren Beitrags werden.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #333333;\">Bis dann<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #333333;\">__________<\/span><\/p>\n<h3><span style=\"color: #333333;\"><strong>Definition Ami Faux<\/strong><\/span><\/h3>\n<p><span style=\"color: #333333;\">Der Begriff <strong>Ami Faux<\/strong> stammt aus der Linguistik und wurde erstmals 2016 von mir zur Kennzeichnung von Briefmarken verwendet, deren sichtbare Merkmale der Beschreibung einer Abart in einem Briefmarkenkatalog oder Handbuch entsprechen, welche jedoch nicht von dem vermerkten Bogenfeld stammen. Ursache der Existenz von <strong>Amis Faux<\/strong> sind vage, unpr\u00e4zise oder schlichtweg falsche Beschreibungen in Katalogen\/Handb\u00fcchern sowie nicht vorhandene Abbildungen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #333333;\"><strong>#saarphila #saarphilatelie<\/strong><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mein Landsmann Carl Hilty hat einmal gesagt: \u00abDer einzige Weg, auf welchem wahre Kenntnis erreicht werden kann, ist durch liebevolles Studium.\u00bb Ich sage: \u00abIch stehe auf den Schultern von Titanen, die mich an ihrem Wissen teilhaben liessen. Sie stellten mir nur eine Bedingung: \u2039Gib Dein erworbene Wissen freigiebig weiter ohne je etwas daf\u00fcr zu verlangen,&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[452,432],"tags":[],"class_list":["post-214","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-basiswissen","category-definitionen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archive.saarphila.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/214","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/archive.saarphila.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archive.saarphila.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archive.saarphila.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archive.saarphila.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=214"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archive.saarphila.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/214\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archive.saarphila.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=214"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archive.saarphila.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=214"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archive.saarphila.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=214"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}