{"id":2175,"date":"2018-12-09T03:00:43","date_gmt":"2018-12-09T02:00:43","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.saarphilatelie.com\/?p=2175"},"modified":"2024-10-06T20:56:27","modified_gmt":"2024-10-06T18:56:27","slug":"geschichte-des-saarlandes-ein-ueberblick-i","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archive.saarphila.de\/?p=2175","title":{"rendered":"Geschichte des Saarlandes &#8211; Ein \u00dcberblick (I)"},"content":{"rendered":"<p>Hallo<\/p>\n<p>Ich realisiere im Austausch mit anderen Sammlern h\u00e4ufig:<\/p>\n<ul>\n<li>nur wenige Saar-Sammler besch\u00e4ftigen sich \u00fcber die Informationen des Briefmarken-Kataloges hinaus mit der <strong>Geschichte des Saarlandes<\/strong><\/li>\n<li>insbesondere im deutschsprachigen Raum werden die Vorgaben der Michel-Redaktion hinsichtlich <strong>Katalogisierung<\/strong> resp. Zuordnung der unterschiedlichen Briefmarken mit Bezug zur Saar-Region meist ohne Reflexion \u00fcbernommen; &#8222;steht ja in der Bibel&#8220;<\/li>\n<li>die bekannten Zubeh\u00f6rhersteller bilden bloss ab, was die Michel-Redaktion vorgibt<\/li>\n<\/ul>\n<p>Ihr habt sicherlich ebenfalls schon das Problem gehabt, f\u00fcr eure Saar-Sammlung die passenden Titelbl\u00e4tter zu finden. Von Alben mit Pr\u00e4gung, die ansonsten f\u00fcr viele L\u00e4nder (Schweiz, \u00d6sterreich, Frankreich, Deutsches Reich etc.) und Gebiete (z.B. Berlin) erh\u00e4ltlich sind, ganz zu schweigen. Die ja meist in Deutschland ans\u00e4ssigen Zubeh\u00f6rhersteller machen es sich da aus meiner Sicht sehr einfach und lassen den Sammler im Regen stehen.<\/p>\n<figure id=\"attachment_2189\" aria-describedby=\"caption-attachment-2189\" style=\"width: 723px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-2189 size-large\" src=\"https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Titelblatt-Saarland-723x1024.jpg\" alt=\"\" width=\"723\" height=\"1024\" srcset=\"https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Titelblatt-Saarland-723x1024.jpg 723w, https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Titelblatt-Saarland-212x300.jpg 212w, https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Titelblatt-Saarland-768x1088.jpg 768w, https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Titelblatt-Saarland-1200x1700.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 723px) 100vw, 723px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-2189\" class=\"wp-caption-text\">Albumblatt Leuchtturm, das Pendant von Lindner sieht \u00e4hnlich aus<\/figcaption><\/figure>\n<p>Vor einigen Tagen fiel mir bei <a href=\"https:\/\/www.ebay.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><strong>ebay<\/strong><\/a> ein Angebot von R\u00fcckenschildern f\u00fcr Lindner-Alben auf. Ein Angebot, dass auch Schilder f\u00fcr das Saargebiet und das Saarland umfasste. Bei Letzterem musste ich ungl\u00e4ubig den Kopf sch\u00fctteln. Es war so ziemlich alles falsch, was auf dem R\u00fcckenschild stand. Dieses Angebot war letztendlich der Ausl\u00f6ser, einen bereits seit Monaten in Arbeit befindlichen Beitrag zur <strong>Geschichte des Saarlandes<\/strong> fertigzustellen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-2180 size-large\" src=\"https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Falsches-Wappen-1024x613.jpg\" alt=\"\" width=\"840\" height=\"503\" srcset=\"https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Falsches-Wappen-1024x613.jpg 1024w, https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Falsches-Wappen-300x180.jpg 300w, https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Falsches-Wappen-768x460.jpg 768w, https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Falsches-Wappen-1200x718.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px\" \/><\/p>\n<p>Was ist an dem abgebildeten R\u00fcckenschild falsch? Gehen wir die Angaben der Reihe nach durch:<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Der Titel<\/strong>: Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa wurde das Saarland erst am\u00a0<strong>1. Januar 1957<\/strong>\u00a0in die Bundesrepublik Deutschland eingegliedert. Der Titel <strong>Deutschland Saarland<\/strong> ist f\u00fcr die Zeit zwischen 1947 und 1956 falsch.<\/li>\n<li><strong>Das Wappen<\/strong>: Das R\u00fcckenschild zeigt das Wappen des Bundeslandes Saarland. Dieses ist seit dem <strong>1. Januar 1957<\/strong> in Verwendung. F\u00fcr die Zeit zwischen 1947 und 1956 ist das <strong>Wappen<\/strong> falsch.<\/li>\n<li><strong>Jahrgang 1947-1959<\/strong>: Separate, meist bildgleich mit den f\u00fcr den Rest der Bundesrepublik ausgegebene\u00a0<strong>Briefmarken<\/strong> f\u00fcr &#8222;Deutschland Saarland&#8220; &#8211; also das Bundesland &#8211; wurden von der Deutsche Bundespost von <strong>1957<\/strong> bis <strong>1959<\/strong> ausgegeben. Der Zeitraum <strong>1947 &#8211; 1959<\/strong> ist falsch. Dar\u00fcber hinaus suggeriert der angegebene Zeitraum, dass es vor 1947 keine Briefmarken f\u00fcr die Saar-Region ausgegeben wurden, was nat\u00fcrlich nicht stimmt.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Wie m\u00fcssten wir es richtig machen? Ab Februar 1946 wird das Saarland aus der\u00a0<strong>Zone d&#8217;occupation fran\u00e7aise en Allemagne<\/strong>\u00a0ausgegliedert und\u00a0untersteht &#8211; im Gegensatz zu den anderen Besatzungszonen &#8211; auch nicht mehr dem Alliierten Kontrollrat. Faktisch und de iure sowie mit Billigung der Alliierten ist die Saar-Region von 1946 bis zur Gr\u00fcndung der autonomen Republik Saarland ein von Frankreich annektiertes Gebiet; vorbehaltlich eines endg\u00fcltigen Friedensvertrages (welcher nicht absehbar war und schlussendlich erst 1990 unterzeichnet wurde). Eine korrekte Beschriftung f\u00fcr das R\u00fcckenschild oder das Titelblatt m\u00fcsste lauten: <strong>Frankreich Saar\/Sarre 1946-1947<\/strong>; das zu verwendende Wappen w\u00e4re das der franz\u00f6sischen Republik.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-2183\" src=\"https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Frankreich-Hoheitszeichen-264x300.jpg\" alt=\"\" width=\"270\" height=\"307\" srcset=\"https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Frankreich-Hoheitszeichen-264x300.jpg 264w, https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Frankreich-Hoheitszeichen-768x873.jpg 768w, https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Frankreich-Hoheitszeichen-901x1024.jpg 901w, https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Frankreich-Hoheitszeichen-1200x1364.jpg 1200w, https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Frankreich-Hoheitszeichen.jpg 2000w\" sizes=\"auto, (max-width: 270px) 100vw, 270px\" \/><\/p>\n<p>Welche Briefmarkenausgaben existieren f\u00fcr diesen Zeitraum? Die Freimarkenserien <strong>Wappen und Dichter<\/strong> sowie <strong>Berufe und Sehensw\u00fcrdigkeiten an der Saar<\/strong> (BuS I\/II, auch 1.\/2. Offenburger Ausgabe) inkl. &#8211; nach Abschluss der zweistufigen W\u00e4hrungsreform im Saarland am 19. November 1947 &#8211; der \u00dcberdruckausgabe des <strong>Malstatt-Burbacher Drucks<\/strong>\u00a0(MBD I\/II).<\/p>\n<figure id=\"attachment_2263\" aria-describedby=\"caption-attachment-2263\" style=\"width: 840px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-2263 size-large\" src=\"https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/AA-nach-Wert-klein-1024x382.jpg\" alt=\"\" width=\"840\" height=\"313\" srcset=\"https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/AA-nach-Wert-klein-1024x382.jpg 1024w, https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/AA-nach-Wert-klein-300x112.jpg 300w, https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/AA-nach-Wert-klein-768x286.jpg 768w, https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/AA-nach-Wert-klein-1200x447.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-2263\" class=\"wp-caption-text\">Wappen und Dichter, frankaturg\u00fcltig im Saarland von Januar 1946 bis November 1947<\/figcaption><\/figure>\n<p>Von philatelistischem Interesse ist die Ausgabe <strong>Wappen und Dichter <\/strong>(vgl. Abb.). Warum sollte dies den Saar-Sammler interessieren?<\/p>\n<p>Die auf (Reichs-) Pfennig und Reichsmark lautenden Briefmarken <strong>Wappen und Dichter<\/strong> sind seit Dezember 1945 f\u00fcr die gesamte\u00a0<strong>Zone d&#8217;occupation fran\u00e7aise en Allemagne<\/strong> ausgegeben worden. Das Saarland wurde jedoch sukzessive aus dieser Zone herausgel\u00f6st:<\/p>\n<ul>\n<li>Am <strong>25. Juli 1945<\/strong> wird das\u00a0Regierungspr\u00e4sidium Saar aus dem Zust\u00e4ndigkeitsbereich des Neust\u00e4dter Oberpr\u00e4sidiums Mittelrhein-Saar ausgegliedert<\/li>\n<li>Am <strong>29. Juli 1945<\/strong> \u00fcbernimmt die franz\u00f6sische Milit\u00e4rverwaltung unter G\u00e9n\u00e9ral Moli\u00e8re die Verwaltung des (ehemaligen) Saargebiets<\/li>\n<li>Am <strong>30. August 1945<\/strong> l\u00f6st die D\u00e9l\u00e9gation sup\u00e9rieure de la Sarre unter Milit\u00e4rgouverneur Gilbert Grandval G\u00e9n\u00e9ral Moli\u00e8re ab<\/li>\n<li>Ab dem\u00a0<strong>16. Februar 1946<\/strong>\u00a0ist der alliierte Kontrollrat in Berlin nicht mehr f\u00fcr die Saar-Region zust\u00e4ndig<\/li>\n<li>Das nur noch auf dem Papier existierende Regierungspr\u00e4sidium Saar, die einzig verbliebene administrative Verbindung zur Zone d&#8217;occupation fran\u00e7aise en Allemagne wird am <strong>8. Oktober 1946<\/strong> durch Milit\u00e4rgouverneur\u00a0Gilbert Granval\u00a0aufgel\u00f6st; eine Verwaltungskommission eingerichtet<\/li>\n<li><strong>22. Dezember 1946<\/strong>: Das Saarland wird in das franz\u00f6sische Zollgebiet integriert, eine Zollgrenze zur Zone d&#8217;occupation fran\u00e7aise en Allemagne wird eingerichtet<\/li>\n<\/ul>\n<p>Nun tragen die Marken der Ausgabe\u00a0<strong>Wappen und Dichter<\/strong>\u00a0aber den Titel\u00a0<strong>Zone fran\u00e7aise<\/strong>. Dieser Titel ist einer der Gr\u00fcnde, schnellstens eine eigene Briefmarkenserie \u2013\u00a0<strong>Berufe und Sehensw\u00fcrdigkeiten an der Saar \u2013<\/strong>\u00a0f\u00fcr das Saarland auszugeben. Schlussendlich behalten die Marken der Ausgabe <strong>Wappen und Dichter<\/strong> trotz des Erscheinens neuer Freimarken in den ersten Monaten des Jahres 1947, trotz W\u00e4hrungsumstellung auf (Saar-) Mark im Juni 1947 und auch Frankaturg\u00fcltigkeit bis zum 27. November 1947.<\/p>\n<p>Interessant sind\u00a0<strong>Mischfrankaturen<\/strong>\u00a0mit zwei W\u00e4hrungen aus Marken der Ausgaben Wappen und Dichter sowie der 1.\/2. Offenburger Ausgabe nach dem 16. Juni 1947: <strong>Wappen und Dichter<\/strong> in Reichsmark sowie <strong>1. Offenburger Ausgabe<\/strong> in Saarmark. \u00a0Nach Abschluss der <strong>W\u00e4hrungsreform am 19. November 1947<\/strong> und der Umstellung auf den franz\u00f6sischen Franken war f\u00fcr eine Woche \u2013 vom 20. bis zum 27. November 1947 \u2013\u00a0im Saarland die Frankatur mit Briefmarken von drei verschiedenen Ausgaben m\u00f6glich. Dies f\u00fchrt zu interessanten <strong>Mischfrankaturen<\/strong> mit Werten von <strong>Wappen und Dichter<\/strong>, <b>1. Offenburger Ausgabe <\/b>sowie vom<b> Malstatt-Burbacher Druck<\/b>. Auf so\u00a0einem Beleg (vgl. Abb.) finden sich drei W\u00e4hrungen:<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Wappen und Dichter<\/strong>\u00a0in Reichsmark<\/li>\n<li><strong>1. Offenburger Ausgabe<\/strong> in (Saar-) Mark<\/li>\n<li><strong>Malstatt-Burbacher Druck<\/strong> in Franken<\/li>\n<\/ul>\n<figure id=\"attachment_2276\" aria-describedby=\"caption-attachment-2276\" style=\"width: 840px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-2276 size-large\" src=\"https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Einschreiben-MiF-1947-1024x718.jpg\" alt=\"\" width=\"840\" height=\"589\" srcset=\"https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Einschreiben-MiF-1947-1024x718.jpg 1024w, https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Einschreiben-MiF-1947-300x210.jpg 300w, https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Einschreiben-MiF-1947-768x539.jpg 768w, https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Einschreiben-MiF-1947-1200x842.jpg 1200w, https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Einschreiben-MiF-1947.jpg 1594w\" sizes=\"auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-2276\" class=\"wp-caption-text\">3 Briefmarkenausgaben &#8211; 3 W\u00e4hrungen<\/figcaption><\/figure>\n<p>Der postamtliche Nachvollzug der politischen und verwaltungstechnischen Realit\u00e4ten wird offensichtlich nicht streng gehandhabt. Grund hierf\u00fcr ist wohl auch der Mangel an Allem nach dem Krieg (vgl.\u00a0Beitrag <a href=\"https:\/\/archive.saarphila.de\/?p=2119\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><strong>Sp\u00e4tverwendungen<\/strong><\/a>). Die anfangs alleinige und sp\u00e4ter parallele Verwendung von Briefmarken der <strong>Wappen und Dichter<\/strong> in dem nicht mehr zur <strong>Zone d\u2018occupation fran\u00e7aise en Allemagne<\/strong> geh\u00f6renden <strong>Saarland<\/strong> sollte sich auch in einem korrekt aufgebauten Saarland-Album niederschlagen. Solch ein &#8211; dreiteiliges &#8211; Album m\u00fcsste f\u00fcr den ersten Teil ein Titelblatt mit franz\u00f6sichem Wappen oder der franz\u00f6sischen Flagge und der Jahresangabe 1946-1947 enthalten. Auf das Titelblatt folgen f\u00fcnf Seiten, eine Seite f\u00fcr:<\/p>\n<ul>\n<li>die 13 Werte der\u00a0<b>Wappen und Dichter<\/b> in Reichsmark<\/li>\n<li>die 20 Werte (plus 2 abweichende Wasserzeichen) der\u00a0<b>1. Offenburger Ausgabe\u00a0<\/b>bis 15. Juni 1947\u00a0in Reichsmark, ab 16. Juni 1947 in Saarmark<\/li>\n<li>die 13 Werte der <strong>2. Offenburger Ausgabe<\/strong>\u00a0in Saarmark, von diesen sind nur sehr geringe Mengen an die Postschalter gelangt<\/li>\n<li>die 13 Werte (plus 1 abweichendes Wasserzeichen) der \u00dcberdruckausgabe des <strong>Malstatt-Burbacher Drucks<\/strong> MBD I (Druck auf Werten der 1. Offenburger Ausgabe, Urdruck) in Franken<\/li>\n<li>die 13 Werte der \u00dcberdruckausgaben des <strong>Malstatt-Burbacher Drucks<\/strong> MBD II (Druck auf Werten der 2. Offenburger Ausgabe) in Franken<\/li>\n<\/ul>\n<p>Am <strong>17. Dezember 1947<\/strong> gibt sich das Saarland \u2013 wie zwei Jahre sp\u00e4ter das besetzte Deutschland \u2013\u00a0auf Anregung der Besatzungsmacht und mit deren Segen eine eigene Verfassung. Am <strong>20. Dezember 1947<\/strong> \u00fcbernimmt eine eigene <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kabinett_Hoffmann_I_(Saarland)\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><strong>Regierung<\/strong><\/a> die Verwaltung des Landes. Das autonome und ab 1950 resp. 1952 in weiten Teilen souver\u00e4ne Saarland hat bis zum 31. Dezember 1956 Bestand. F\u00fcr diese Zeit m\u00fcsste die Beschriftung f\u00fcr das R\u00fcckenschild oder das Titelblatt lauten: <strong>Saarland Jahrgang 1947-1956<\/strong>, das Wappen w\u00e4re das der Republik Saarland.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-2184\" src=\"https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/1947-1956-Saarland-Wappen-206x300.png\" alt=\"\" width=\"270\" height=\"394\" srcset=\"https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/1947-1956-Saarland-Wappen-206x300.png 206w, https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/1947-1956-Saarland-Wappen-768x1120.png 768w, https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/1947-1956-Saarland-Wappen-702x1024.png 702w, https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/1947-1956-Saarland-Wappen.png 1000w\" sizes=\"auto, (max-width: 270px) 100vw, 270px\" \/><\/p>\n<p>Die <strong>P.T.T. des Saarlandes<\/strong>\u00a0gibt ab dem <strong>1. April 1948<\/strong> eigene Briefmarken und Dienstmarken (!) heraus. Die letzte Briefmarkenausgabe erfolgt schliesslich nach 132 Marken sowie zwei Markenbl\u00f6cken am <strong>10. Dezember 1956<\/strong>.<\/p>\n<p>K\u00f6nnt ihr mir noch folgen? Es ist ganz einfach: die nach Ende des Zweiten Weltkriegs ausgegebenen Briefmarken mit Bezug zum Saarland lassen sich ganz einfach aufgrund der unterschiedlichen <strong>Auftraggeber<\/strong>, welche die Herstellung der Briefmarken veranlassten, in franz\u00f6sische, saarl\u00e4ndische und deutsche Marken unterteilen:<\/p>\n<ul>\n<li><strong>1946-1947<\/strong>: <strong>P.T.T. de\u00a0Zone d&#8217;occupation fran\u00e7aise en Allemagne<\/strong>, mit Sitz in Baden-Baden (franz\u00f6sische Briefmarken <strong>f\u00fcr das<\/strong> Saarland)<\/li>\n<li><strong>1948-1956<\/strong>: <strong>P.T.T. des Saarlandes<\/strong>, mit Sitz in Saarbr\u00fccken (eigene Briefmarken <strong>der <\/strong>Republik Saarland)<\/li>\n<li><strong>1957-1959<\/strong>: <strong>Deutsche Bundespost<\/strong>, mit Sitz in Bonn; vertreten durch die Oberpostdirektion Saarbr\u00fccken, Saarbr\u00fccken (deutsche Briefmarken <strong>f\u00fcr das<\/strong>\u00a0Bundesland Saarland)<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Marken der Deutschen Bundespost kann man zu den Marken des Saarlandes z\u00e4hlen, man muss es aber nicht. F\u00fcr mich geh\u00f6ren diese Marken zum Sammelgebiet Bundesrepublik Deutschland wie ihre meist bildgleichen Geschwister. Diese Briefmarken haben denselben Auftraggeber, wurden von derselben Beh\u00f6rde f\u00fcr dieselbe Leistung verwendet und wurden auf denselben Maschinen bei derselben Druckerei hergestellt. Es w\u00e4re logisch und nachvollziehbar, diese Marken auch unter demselben Sammelgebiet, n\u00e4mlich BRD, zu katalogisieren. Ein Beispiel:<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-4564 size-full\" src=\"https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/10-Pfennig-Wappen.jpg\" alt=\"\" width=\"662\" height=\"781\" srcset=\"https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/10-Pfennig-Wappen.jpg 662w, https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/10-Pfennig-Wappen-254x300.jpg 254w\" sizes=\"auto, (max-width: 662px) 100vw, 662px\" \/><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-4565 size-full\" src=\"https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/15-Franc-Wappen.jpg\" alt=\"\" width=\"662\" height=\"780\" srcset=\"https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/15-Franc-Wappen.jpg 662w, https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/15-Franc-Wappen-255x300.jpg 255w\" sizes=\"auto, (max-width: 662px) 100vw, 662px\" \/><\/p>\n<p>Oben w\u00e4re dies in den MICHEL\u00ae-Katalogen BRD MiNr. \u00a0249 <strong>Typ I<\/strong> und unten MiNr. 249 <strong>Typ II<\/strong>. F\u00fcr den BRD-Sammler viel \u00fcbersichtlicher. Ich h\u00f6re schon euren Einwand: \u00abDas m\u00fcsste man dann bei Berlin ebenfalls machen.\u00bb Richtig. Das k\u00f6nnte man.<\/p>\n<p>Bis dann<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">__________<\/p>\n<p>Folgt mir auf <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/SaarPhilatelist\"><b>Facebook<\/b><\/a> und ihr seid immer auf dem Laufenden.<\/p>\n<p><strong>#saarphila #saarphilatelie<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hallo Ich realisiere im Austausch mit anderen Sammlern h\u00e4ufig: nur wenige Saar-Sammler besch\u00e4ftigen sich \u00fcber die Informationen des Briefmarken-Kataloges hinaus mit der Geschichte des Saarlandes insbesondere im deutschsprachigen Raum werden die Vorgaben der Michel-Redaktion hinsichtlich Katalogisierung resp. 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