{"id":2332,"date":"2018-12-21T03:00:00","date_gmt":"2018-12-21T02:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.saarphilatelie.com\/?p=2332"},"modified":"2024-12-23T11:31:20","modified_gmt":"2024-12-23T10:31:20","slug":"geschichte-des-saarlandes-ein-ueberblick-iv","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archive.saarphila.de\/?p=2332","title":{"rendered":"Geschichte des Saarlandes &#8211; ein \u00dcberblick (IV)"},"content":{"rendered":"<p>Hallo<\/p>\n<p>Im letzten <a href=\"https:\/\/archive.saarphila.de\/?p=2235\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><strong>Beitrag<\/strong><\/a> sind wir zeitlich im Fr\u00fchjahr 1935 stehen geblieben. Das Gebiet des ehemaligen <strong>Saargebiets<\/strong>\u00a0ist nun wider den Erwartungen der Saarl\u00e4nder\u00a0<strong>Reichsland<\/strong>\u00a0(<strong>1<\/strong>) des Dritten Reiches unter dem flugs zum Reichskommissar bef\u00f6rderten Josef B\u00fcrckel, dem ehemaligen Saarbeauftragten des Reichskanzlers Adolf Hitler.<\/p>\n<figure id=\"attachment_2339\" aria-describedby=\"caption-attachment-2339\" style=\"width: 830px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-2339 size-full\" src=\"https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/19350301-AK-Feier-der-R\u00fcckgliederung.jpg\" alt=\"\" width=\"830\" height=\"534\" srcset=\"https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/19350301-AK-Feier-der-R\u00fcckgliederung.jpg 830w, https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/19350301-AK-Feier-der-R\u00fcckgliederung-300x193.jpg 300w, https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/19350301-AK-Feier-der-R\u00fcckgliederung-768x494.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 830px) 100vw, 830px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-2339\" class=\"wp-caption-text\">Ansichtskarte, Adolf Hitler am 1. M\u00e4rz 1935 in Saarbr\u00fccken<\/figcaption><\/figure>\n<figure id=\"attachment_2337\" aria-describedby=\"caption-attachment-2337\" style=\"width: 840px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-2337 size-large\" src=\"https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/1930-Saargebiet-971x1024.jpg\" alt=\"\" width=\"840\" height=\"886\" srcset=\"https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/1930-Saargebiet-971x1024.jpg 971w, https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/1930-Saargebiet-285x300.jpg 285w, https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/1930-Saargebiet-768x810.jpg 768w, https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/1930-Saargebiet-1200x1265.jpg 1200w, https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/1930-Saargebiet.jpg 1218w\" sizes=\"auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-2337\" class=\"wp-caption-text\">Saargebiet; Ausschnitt Taschen Verkehrsatlas von 1932<\/figcaption><\/figure>\n<p>Etwa 2 bis 3 Prozent der saarl\u00e4ndischen Bev\u00f6lkerung verl\u00e4sst nach dem Anschluss des <strong>Saargebiets<\/strong> &#8211; zum Teil fluchtartig &#8211; das Land. Die meisten von Ihnen Regimekritiker und Warner vor dem menschenverachtenden Nationalsozialismus, wie der sp\u00e4tere Regierungschef des Saarlandes <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Johannes_Hoffmann_(CVP)\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><strong>Johannes Hoffmann<\/strong><\/a>, sowie fast alle Menschen j\u00fcdischen Glaubens. Wer nicht schnell genug flieht, wird verhaftet, in Konzentrationslager verbracht und ermordet.<\/p>\n<p>Einige Saarl\u00e4nder lesen die Zeichen der Zeit schnell und vollkommen richtig. Die Firma <strong>J. Georg Herstellung von Lederwaren<\/strong> in Elversberg bestellt am 20. Februar 1935, also einen Monat nach dem Volksentscheid und noch vor dessen Inkrafttreten am 1. M\u00e4rz 1935, mittels Postkarte und \u00abmit deutschem Gruss\u00bb im westf\u00e4lischen L\u00fcdenscheid Stahlhelmbeschl\u00e4ge und Karabinerhaken. Dabei hat Reichskanzler Adolf Hitler die Einf\u00fchrung der allgemeinen Wehrpflicht \u2013 ein erster eklatanter Bruch des Versailler Vertrages \u2013\u00a0noch gar nicht verk\u00fcndet.<\/p>\n<figure id=\"attachment_2341\" aria-describedby=\"caption-attachment-2341\" style=\"width: 833px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-2341 size-full\" src=\"https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Aufr\u00fcstung-Saar-2.jpg\" alt=\"\" width=\"833\" height=\"599\" srcset=\"https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Aufr\u00fcstung-Saar-2.jpg 833w, https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Aufr\u00fcstung-Saar-2-300x216.jpg 300w, https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Aufr\u00fcstung-Saar-2-768x552.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 833px) 100vw, 833px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-2341\" class=\"wp-caption-text\">Bestellung von Kriegsmaterial im Saargebiet<\/figcaption><\/figure>\n<p>Die Dreistigkeit der Bestellung erstaunt. Der Besteller spekuliert darauf, dass die bestellte Ware erst nach dem 1. M\u00e4rz 1935 und damit nach der Aufhebung der Zollgrenze zwischen dem Saargebiet und Deutschland erfolgen wird.<\/p>\n<p>F\u00fcr die meisten Saarl\u00e4nder stehen dagegen harte Zeiten bevor:<\/p>\n<ul>\n<li>Die Verschiebung der <strong>Zollgrenze<\/strong> Richtung Frankreich schneidet die saarl\u00e4ndische Industrie, insbesondere Bergwerke und die Schwerindustrie, von seinen traditionellen Abnehmern ab<\/li>\n<li><strong>Massenentlassungen<\/strong> im Bergbau und der Schwerindustrie sind die Folge; die <strong>Arbeitslosenquote<\/strong> im Reichsland Saarland ist erheblich h\u00f6her als sonst im Dritten Reich<\/li>\n<li>Gleichschaltung und <strong>politische S\u00e4uberungen<\/strong> in Presse, Rundfunk, Verb\u00e4nden und Verwaltung erh\u00f6hten die <strong>Arbeitslosigkeit<\/strong> zus\u00e4tzlich<\/li>\n<li><strong>Lebensmittel<\/strong> kommen nicht mehr aus Frankreich, sondern zu empfindlich h\u00f6heren Preisen als zuvor aus Deutschland<\/li>\n<li>Das Ruhrgebiet wird wieder zur <strong>existenzbedrohenden Konkurrenz<\/strong><\/li>\n<li><strong>Wehrpflicht<\/strong> f\u00fcr alle m\u00e4nnlichen Saarl\u00e4nder wird eingef\u00fchrt<\/li>\n<li>Ab M\u00e4rz 1936 treten im Reichsland Saarland die <strong>N\u00fcrnberger Rassengesetze<\/strong> in Kraft; s\u00e4mtliche Saarl\u00e4nder j\u00fcdischen Glaubens, die trotz der Berichte aus dem Reich \u00fcber \u00f6ffentliche Dem\u00fctigungen, Beraubungen, &#8222;Zwangsumsiedlungen&#8220; in ihrer Heimat geblieben sind, werden aus dem \u00f6ffentlichen Leben gedr\u00e4ngt und verlieren Arbeitsstelle, Besitz und in aller Regel auch ihr Leben<\/li>\n<li>Die saarl\u00e4ndischen Sinti und Roma, homosexuell veranlagte oder geistig behinderte Mitmenschen, Alkoholiker sowie sogenannte Erbkranke (<strong>2<\/strong>) werden in Konzentrationslagern systematisch ermordet<\/li>\n<\/ul>\n<p>\u00dcberzeugte Nationalsozialisten wie <strong>Hermann R\u00f6chling<\/strong>, bereits nach dem Ersten Weltkrieg als <strong>Kriegsverbrecher<\/strong> verurteilt, oder sein Neffe Ernst R\u00f6chling stiegen im Dritten Reich steil auf. Hermann R\u00f6chling wird Wehrwirtschaftsf\u00fchrer und sp\u00e4ter\u00a0Generalbevollm\u00e4chtigten f\u00fcr die Eisen- und Stahlindustrie in Lothringen. Menschenleben interessieren solche Menschen nicht.<\/p>\n<p><strong>Postwesen<\/strong>: Letzttag der Briefmarken des Saargebietes ist der 28. Februar 1935. Ab dem <strong>1. M\u00e4rz 1935<\/strong> ist das Postwesen fest in der Hand der deutschen Reichspost.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-1967 size-large\" src=\"https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/1935-Letzttag-1a-1024x712.jpg\" alt=\"\" width=\"840\" height=\"584\" srcset=\"https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/1935-Letzttag-1a-1024x712.jpg 1024w, https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/1935-Letzttag-1a-300x209.jpg 300w, https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/1935-Letzttag-1a-768x534.jpg 768w, https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/1935-Letzttag-1a-1200x834.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px\" \/><\/p>\n<p>Die deutsche Wehrmacht r\u00fcckt am <strong>7. M\u00e4rz 1936<\/strong>\u00a0in das gem\u00e4ss Versailler Vertrag und den <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Vertr\u00e4ge_von_Locarno\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><strong>Vertr\u00e4gen von Locarno<\/strong><\/a> entmilitarisierte Gebiet entlang des Rheins ein. Saarlouis und Saarbr\u00fccken werden wieder Garnisonsst\u00e4dte. Ab <strong>1938<\/strong> wird der <strong>Westwall<\/strong> errichtet, der jedoch \u00f6stlich von Saarbr\u00fccken, Saarlouis, Dillingen und V\u00f6lklingen verl\u00e4uft und somit den meisten Saarl\u00e4ndern keinen Schutz bietet. Bei Kriegsausbruch im <strong>September 1939<\/strong> wird die westlich des Walles lebende saarl\u00e4ndische Bev\u00f6lkerung nach Hessen und Th\u00fcringen evakuiert und darf erst ab Juli 1940 in ihre Heimat zur\u00fcckkehren.<\/p>\n<p>Im <strong>Sommer 1942<\/strong> erfolgen die ersten Bombenangriffe auf Ziele im Saarland, die von Monat zu Monat, von Jahr zu Jahr an H\u00e4ufigkeit und Zerst\u00f6rungskraft zunehmen. Ab\u00a0<strong>November 1944<\/strong>\u00a0wird die verbliebene saarl\u00e4ndische Bev\u00f6lkerung wieder evakuiert. Bleiben m\u00fcssen Zehntausende von misshandelten und unterern\u00e4hrten Zwangsarbeitern aus Italien, Polen, Frankreich und der Sowjetunion, aber auch die H\u00e4ftlinge im KZ Goldene Bremm bei Saarbr\u00fccken.<\/p>\n<p>Bis zum\u00a0<strong>21. M\u00e4rz 1945<\/strong> haben US-amerikanische Truppen das Territorium des ehemaligen Saargebiets vollst\u00e4ndig besetzt. Der gesamte beh\u00f6rdliche und private Postverkehr kommt zum Erliegen. Die deutsche Wehrmacht kapituliert am 7. Mai 1945 in Reims. Die Kapitulationsurkunde wird am <strong>8. Mai 1945<\/strong> in Karlshorst ratifiziert. In den Erkl\u00e4rungen vom 5. Juni und 4. Juli 1945 \u00fcbernehmen die vier Alliierten im Deutschen Reich in den Grenzen vom 31. Dezember 1937 sowie in \u00d6sterreich in den Grenzen vor dem Anschluss die oberste Regierungsgewalt. Das gesamte Territorium sowie die beiden St\u00e4dte Wien und Berlin werden in vier <strong>Besatzungszonen<\/strong> aufgeteilt.<\/p>\n<figure id=\"attachment_1918\" aria-describedby=\"caption-attachment-1918\" style=\"width: 723px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-1918 size-large\" src=\"https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Besatzungszonen-PLZ-723x1024.jpg\" alt=\"\" width=\"723\" height=\"1024\" srcset=\"https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Besatzungszonen-PLZ-723x1024.jpg 723w, https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Besatzungszonen-PLZ-212x300.jpg 212w, https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Besatzungszonen-PLZ-768x1088.jpg 768w, https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Besatzungszonen-PLZ-1200x1699.jpg 1200w, https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Besatzungszonen-PLZ.jpg 1319w\" sizes=\"auto, (max-width: 723px) 100vw, 723px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-1918\" class=\"wp-caption-text\">Besatzungszonen nach dem Potsdamer Abkommen vom 2. August 1945. Urheber: Atlanta-Service, Frankfurt am Main<\/figcaption><\/figure>\n<p>Das Gebiet des ehemaligen <strong>Saargebiets<\/strong> wird Teil der <strong>Zone d&#8217;occupation fran\u00e7aise en Allemagne<\/strong>. Franz\u00f6sische Truppen r\u00fccken ab dem <strong>10. Juli 1945<\/strong> f\u00fcr ihre abziehenden US-amerikanischen Kameraden in das Saargebiet ein.<\/p>\n<p><strong>Postwesen<\/strong>:\u00a0Wie schon unter der US-amerikanischer Besatzung ist der zivile Postverkehr untersagt und bleibt es bis zum 31. August 1945.<\/p>\n<p>Noch vor der Potsdamer Konferenz Anfang August geht es Schlag auf Schlag. Das Regierungspr\u00e4sidium Saar wird am <strong>25. Juli 1945<\/strong> aus dem Oberpr\u00e4sidium Mittelrhein-Saar herausgel\u00f6st und wird seit dem <strong>29. Juli 1945<\/strong> durch eine Milit\u00e4rregierung,\u00a0<strong>Gouvernement militaire de la Sarre<\/strong>, unter G\u00e9n\u00e9ral Moli\u00e8re verwaltet. Das Saarland untersteht weiterhin dem <strong>Alliierten Kontrollrat<\/strong> in Berlin.<\/p>\n<p><strong>Postwesen<\/strong>:\u00a0Der Beh\u00f6rdenpostverkehr zwischen saarl\u00e4ndischen und franz\u00f6sischen Stellen sowie mit gr\u00f6sseren Firmen resp. Banken wird ab dem 16. August 1945 aufgenommen. Barfrankierung mit Stempeln <strong>Geb\u00fchr bezahlt<\/strong> resp. <strong>Taxe per\u00e7ue<\/strong>.<\/p>\n<p>Colonel <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Gilbert_Grandval\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><strong>Gilbert Grandval<\/strong><\/a>, ein Vertrauter von Charles de Gaulle, wird am 30. August 1945 anstelle von G\u00e9n\u00e9ral Moli\u00e8re Milit\u00e4rgouverneur des Saarlands. Die Milit\u00e4rregierung heisst neu und weniger martialisch <strong>D\u00e9l\u00e9gation sup\u00e9rieure de la Sarre<\/strong>.<\/p>\n<p><strong>Postwesen<\/strong>:\u00a0Der private Postverkehr wird ab dem 1. September 1945 nach und nach (Ortsverkehr, innerhalb der Besatzungszone, Ausland etc.) wieder zugelassen. In der <strong>Zone d&#8217;occupation fran\u00e7aise en Allemagne<\/strong> gelangen vom 5. Januar 1946 an die 13 Werte der auf Reichsmark und -pfennige lautenden Briefmarkenausgabe <strong>Wappen und Dichter<\/strong> an die saarl\u00e4ndischen Postschalter. Diese Marken bleiben im <strong>Saarland<\/strong> bis zum 27. November 1947 frankaturg\u00fcltig.<\/p>\n<p>Das <strong>Saarland<\/strong> wird am<strong> 16. Februar 1946<\/strong> der Zust\u00e4ndigkeit des Alliierten Kontrollrats entzogen. Faktisch und de iure wird das Saarland von Frankreich annektiert.\u00a0Die franz\u00f6sischen Beh\u00f6rden erweitern mit Wirkung vom 20. Juli 1946 das Gebiet des Saarlandes, das bislang dem Territorium des ehemaligen Saargebiets entspricht um 156 Gemeinden der ehemaligen bayerischen Pfalz und des ehemalig preussischen Rheinlandes. Das Saarland erh\u00e4lt erstmals eine gemeinsame Grenze mit dem <strong>Grossherzogtum Luxemburg<\/strong>. Mit der Verf\u00fcgung Nr. 73 vom 18. Juli 1946, die ebenfalls am 20. Juli 1946 in Kraft tritt, werden die neu zum Saarland geh\u00f6renden Gebiete den Landkreisen Saarburg und St. Wendel angeschlossen.<\/p>\n<figure id=\"attachment_1913\" aria-describedby=\"caption-attachment-1913\" style=\"width: 840px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-1913 size-large\" src=\"https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Karte-Saarland-x-1024x772.jpg\" alt=\"\" width=\"840\" height=\"633\" srcset=\"https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Karte-Saarland-x-1024x772.jpg 1024w, https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Karte-Saarland-x-300x226.jpg 300w, https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Karte-Saarland-x-768x579.jpg 768w, https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Karte-Saarland-x-1200x905.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-1913\" class=\"wp-caption-text\">Ver\u00f6ffentlicht in: Statistischen Handbuch f\u00fcr das Saarland 1955, Saarbr\u00fccken 1956, S. 20. Mit freundlicher Genehmigung Statistisches Amt Saarland<\/figcaption><\/figure>\n<p>Im Saarland werden am 15. September 1946 Gemeinderatswahlen durchgef\u00fchrt. Kurz darauf, am 8. Oktober 1946 l\u00f6st Gilbert Grandval das Regierungspr\u00e4sidium Saar unter <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Hans_Neureuter\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><strong>Dr. Hans Neureuter<\/strong><\/a>\u00a0und damit die letzte verbliebene administrative Verbindung zur Zone d&#8217;occupation fran\u00e7aise en Allemagne auf und setzt stattdessen eine siebenk\u00f6pfige Verwaltungskommission (Ministerrat) unter dem Vorsitz von Erwin M\u00fcller ein, deren Zusammensetzung das Ergebnis der Gemeinderatswahl widerspiegelt. Die direkte Zust\u00e4ndigkeit der franz\u00f6sischen Milit\u00e4rregierung in Deutschland unter <strong>G\u00e9n\u00e9ral Pierre-Marie K\u0153nig<\/strong> endet.<\/p>\n<p><strong>Postwesen<\/strong>: Die P.T.T. in Baden-Baden unter dem Leiter Raymond Croze gibt im Herbst 1946 f\u00fcr das Saarland den Druck der Freimarkenserie <strong>Berufe und Sehensw\u00fcrdigkeiten an der Saar<\/strong>\u00a0bei der <strong>Druckerei Franz Burda<\/strong> in Offenburg in Auftrag (vgl. <a href=\"https:\/\/archive.saarphila.de\/?p=1375\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><strong>hier<\/strong><\/a>, Abschnitt \u2039Faktor Mensch\u203a).<\/p>\n<p>Das Saarland unter der Verwaltung der <strong>D\u00e9l\u00e9gation superieure de la Sarre<\/strong> wird am <strong>22. Dezember 1946<\/strong>\u00a0in das franz\u00f6sische Zollgebiet integriert.<\/p>\n<p>Milit\u00e4rgouverneur Gilbert Grandval ernennt am <strong>23. Mai 1947<\/strong> die Mitglieder der <strong>Verfassungskommision<\/strong> unter dem Vorsitzenden Johannes Hoffmann. Die Zusammensetzung der Verfassungskomission widerspiegelt ebenfalls die Ergebnisses der Gemeinderatswahlen des vergangenen Septembers.\u00a0Die Verfassungskommission erh\u00e4lt die Aufgabe eine Verfassung f\u00fcr ein auf l\u00e4ngere Sicht unabh\u00e4ngiges Saarland auszuarbeiten, dass dem sch\u00e4dlichen Einfluss Deutschlands entzogen ist.<\/p>\n<p>Eine Gebietsarrondierung des Saarlandes (<strong>4<\/strong>) tritt am <strong>8. Juni 1947<\/strong> in Kraft. Einige Gemeinden des Kreises Saarburg werden aus dem Saarland ausgegliedert. 13 Gemeinden, die bis dahin zu den Landkreisen Birkenfeld und Kusel geh\u00f6rten, werden dagegen in das Saarland integriert (vgl. auch obige Karte).<\/p>\n<p>Im Saarland f\u00fchrt die franz\u00f6sische Regierung von Juni bis November 1947 eine zweistufige <strong>W\u00e4hrungsreform<\/strong> durch. Die schwinds\u00fcchtige Reichsmark wird \u00fcbergangsweise durch die (Saar-) Mark ersetzt, welche dann zum Kurs von 1 Mark zu 20 Franken faktisch durch den Franz\u00f6sischen Franc ersetzt wird.<\/p>\n<p>Im Oktober 1947 wird im Saarland eine <strong>Verfassungsgebende Versammlung<\/strong> gew\u00e4hlt, die, basierend auf den Vorarbeiten der Verfassungskommission unter Johannes Hofmann, die <strong>Verfassung des neuen Staats Saarland<\/strong> ausarbeitet und am <strong>8. November 1947<\/strong> verabschiedet. Die Verfassung, datiert auf den <strong>15. Dezember 1947<\/strong>, tritt mit Ver\u00f6ffentlichung im Amtsblatt des Saarlandes am <strong>17. Dezember 1947<\/strong> in Kraft. Das <strong>Saarland<\/strong> ist nun ein eigener Staat, noch nicht v\u00f6llig souver\u00e4n, jedoch in vielen Belangen autonom.<\/p>\n<p><strong>1948<\/strong> erhalten die Saarl\u00e4nder eine eigene Nationalit\u00e4t: Sarrois.<\/p>\n<p>Ab <strong>1950<\/strong> ist das Saarland assoziiertes Mitglied des Europarats, des Internationalen olympischen Komitees, Unterzeichnerstaat der europ\u00e4ischen Menschenrechtskonvention sowie Beobachter bei der Internationalen Arbeitsorganisation. Dar\u00fcber hinaus besteht eine eigene Interessenvertretung bei der Europ\u00e4ischen Gemeinschaft f\u00fcr Kohle und Stahl (Montanunion). Frankreich schliesst im M\u00e4rz 1950 vier Abkommen mit dem Saarland. Diese gew\u00e4hren\u00a0der autonomen Regierung des Saarlands <strong>vollst\u00e4ndige Unabh\u00e4ngigkeit auf gesetzgeberischem Gebiet<\/strong> und sichern einen freien Warenverkehr zwischen der Saar und Frankreich zu. Gilbert Grandval mutierte 1952 vom <strong>Hohen Kommissar<\/strong> zum <strong>Botschafter<\/strong> Frankreichs im Saarland.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-2350 size-large\" src=\"https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Saarland-Kartenumriss-1024x867.png\" alt=\"\" width=\"840\" height=\"711\" srcset=\"https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Saarland-Kartenumriss-1024x867.png 1024w, https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Saarland-Kartenumriss-300x254.png 300w, https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Saarland-Kartenumriss-768x650.png 768w, https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Saarland-Kartenumriss-1200x1016.png 1200w, https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Saarland-Kartenumriss.png 1209w\" sizes=\"auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px\" \/><\/p>\n<p><strong>1952<\/strong> entsendet das Saarland eine Auswahl saarl\u00e4ndischer Sportler an die olympischen Sommerspiele in Helsinki.\u00a0Eine Teilnehmerin ist die damals 19-j\u00e4hrige <strong>Therese Zenz<\/strong> aus Mettlach, die auf der Ostsee vor Helsinki einen beachtenswerten 9. Rang mit dem Einer-Kajak erzielt. Zwei Jahre sp\u00e4ter, bei den Kanu-Weltmeisterschaften im franz\u00f6sischen M\u00e2con, wird Sie \u00fcber 500 Meter <strong>Weltmeisterin<\/strong>. Therese Zenz schreibt Sportgeschichte, da ihr Sieg der einzige internationale sportliche Anlass bleibt, an dem die saarl\u00e4ndische Nationalhymne gespielt und die Flagge des Saarlandes gehisst wird.<\/p>\n<figure id=\"attachment_2351\" aria-describedby=\"caption-attachment-2351\" style=\"width: 551px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-2351 size-full\" src=\"https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Therese-Zenz.jpg\" alt=\"\" width=\"551\" height=\"801\" srcset=\"https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Therese-Zenz.jpg 551w, https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Therese-Zenz-206x300.jpg 206w\" sizes=\"auto, (max-width: 551px) 100vw, 551px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-2351\" class=\"wp-caption-text\">Therese Zenz im Trainingsanzug mit saarl\u00e4ndischem Wappen<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Postwesen<\/strong>: vgl. <a href=\"https:\/\/archive.saarphila.de\/?p=2175\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><strong>hier<\/strong><\/a><\/p>\n<p>Der Rest der <strong>Geschichte des Saarlandes<\/strong> ist traurig und schnell erz\u00e4hlt. Kaum wird im Mai 1949 die Bundesrepublik Deutschland gegr\u00fcndet, beginnt die Regierung Adenauer sich in die inneren Angelegenheiten des Nachbarstaates einzumischen. Hintergrund: Adenauers Credo war der Alleinvertretungsanspruch seiner Regierung f\u00fcr Deutschland gegen\u00fcber der restlichen Welt. Gegen die von der Siegermacht Sowjetunion protegierte DDR konnte Adenauer nicht viel unternehmen, aber gegen das Saarland sehr wohl. Die rechte Regierung Adenauer begann, im Saarland verbotene Parteien zu finanzieren, \u00fcber die adenauerh\u00f6rige Presse die Regierung des Saarlandes und insbesondere dessen Regierungschef <strong>Johannes Hoffmann<\/strong> zu verunglimpfen. Es werden L\u00fcgen in die Welt gesetzt und alle Hebel in Bewegung gesetzt, die Existenz des Saarlandes m\u00f6glichst rasch zu beenden. \u00a0Treibende Kr\u00e4fte sind in Deutschland auch nationalsozialistisch gesinnte Industrielle der ersten Stunde, angef\u00fchrt von dem notorischen <strong>Kriegsverbrecher Hermann R\u00f6chling<\/strong>, der 1949 in den Rastatter Prozessen, nachdem er nach dem Ersten Weltkrieg bereits als Kriegsverbrecher verurteilt worden war, wie sein Neffe Ernst R\u00f6chling ein weiteres Mal als Kriegsverbrecher verurteilt wird. Die katholische Kirche wird, wie es die NSDAP 1934 vorgemacht hatte, auch Anfang der 1950er Jahre wieder f\u00fcr die Sache mobilisiert. In der verbotenen, weil verfassungsfeindlichen Saar-CDU sammeln sich ehemalige NS und SS-Funktion\u00e4re und versuchen den Anschluss des Saarlandes an Deutschland ein weiteres Mal zu bef\u00f6rdern. Dies gelingt in der Volksabstimmung <strong>1955<\/strong> \u00fcber das <strong>Europ\u00e4ische Saarstatut<\/strong>, also die von Regierungschef Johannes Hoffmann vorangetriebene Idee der <strong>Europ\u00e4isierung des Saarlandes.<\/strong>\u00a0Das Ergebnis der Abstimmung wird von Charles de Gaulle und Adenauer als Plebiszit f\u00fcr einen Anschluss an Deutschland gewertet, obschon ein solcher Anschluss gar nicht zur Debatte stand. Kaum war die Abstimmung vorbei, wird mit dem CDU-Mann\u00a0<strong>Norbert Brinkmann<\/strong> der erste <strong>Nazi<\/strong> Wirtschaftsminister und stellvertretender Regierungschef des weiterhin autonomen Saarlandes und verhilft fast als erste offizielle Handlung seinem NSDAP-Parteikollegen und verurteiltem Kriegsverbrecher\u00a0<strong>Ernst R\u00f6chling<\/strong> zur Restituierung der V\u00f6lklinger H\u00fctte, in welcher die R\u00f6chlings jahrelang aus Profitgier skrupellos und menschenverachtend Zwangsarbeiter ausgenutzt hatten.<\/p>\n<p>Noch schlimmer wird es <strong>1959<\/strong>, als mit\u00a0<a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Franz-Josef_R\u00f6der\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><strong>Franz-Josef R\u00f6der<\/strong><\/a> ein weiterer bekennender <strong>Nazi<\/strong> der ersten Stunde, <strong>NSDAP-Mitglied<\/strong>, <strong>Mitglied der SA<\/strong>, des nationalsozialistischen Kraftfahrerkorps, des nationalsozialistischen Lehrerbunds und der Deutschen Front f\u00fcr die kommenden 20 Jahre <strong>Ministerpr\u00e4sident des Bundeslandes Saarlandes<\/strong> wird.<\/p>\n<p><strong>Postwesen<\/strong>: Die <strong>P.T.T. des Saarlandes<\/strong> mit Sitz in Saarbr\u00fccken gibt vom <strong>1. April 1948<\/strong> bis zum <strong>10. Dezember 1956<\/strong> 132 Briefmarken und 2 Markenbl\u00f6cke aus. Das Sammelgebiet Saarland geh\u00f6rt mit Ablauf des 31. Dezember 1956 der Vergangenheit an.<\/p>\n<p>Ab dem <strong>1. Januar 1957<\/strong> \u00fcbernimmt die Deutsche Bundespost in Bonn, vertreten durch die Oberpostdirektion Saarbr\u00fccken, das Ruder. Es werden bis zu 6. Mai 1959 noch 70, meist bildgleiche Marken mit dem Aufdruck <strong>Deutsche Bundespost Saarland<\/strong>\u00a0in Frankenw\u00e4hrung herausgeben, dann ist auch dieses Zwischenspiel vorbei.<\/p>\n<p>Wie geht es weiter? Die <strong>Deutsche Bundespost<\/strong> und sp\u00e4ter die <strong>Deutsche Post<\/strong> bringen immer wieder einmal Briefmarken mit Bezug zum Bundesland Saarland, seinen St\u00e4dten und Sehensw\u00fcrdigkeiten heraus.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-381\" src=\"https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/Mi-619-300x172.jpg\" alt=\"\" width=\"470\" height=\"270\" srcset=\"https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/Mi-619-300x172.jpg 300w, https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/Mi-619-768x441.jpg 768w, https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/Mi-619-1024x588.jpg 1024w, https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/Mi-619-1200x689.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 470px) 100vw, 470px\" \/><\/p>\n<p>Inzwischen werden auch wieder Briefmarken des Saarlandes f\u00fcr das Saarland ausgegeben. Hierf\u00fcr verantwortlich zeichnet die Privatpost <strong>saarriva<\/strong> mit Sitz in Saarbr\u00fccken.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-706\" src=\"https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/20051129-Saarriva-L-1-300x218.jpg\" alt=\"\" width=\"470\" height=\"342\" srcset=\"https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/20051129-Saarriva-L-1-300x218.jpg 300w, https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/20051129-Saarriva-L-1.jpg 554w\" sizes=\"auto, (max-width: 470px) 100vw, 470px\" \/><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-710 size-large\" src=\"https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/20160601-Saarriva-M-Jubil\u00e4umsmarke-1024x729.jpg\" alt=\"\" width=\"840\" height=\"598\" srcset=\"https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/20160601-Saarriva-M-Jubil\u00e4umsmarke-1024x729.jpg 1024w, https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/20160601-Saarriva-M-Jubil\u00e4umsmarke-300x214.jpg 300w, https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/20160601-Saarriva-M-Jubil\u00e4umsmarke-768x547.jpg 768w, https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/20160601-Saarriva-M-Jubil\u00e4umsmarke-1200x854.jpg 1200w, https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/20160601-Saarriva-M-Jubil\u00e4umsmarke.jpg 1257w\" sizes=\"auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px\" \/><\/p>\n<p>Bis dann<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">__________<\/p>\n<p><strong>Anmerkungen<\/strong><\/p>\n<p>(<strong>1<\/strong>) Das <strong>Saarland<\/strong> ist ohne Zwischenstufe unmittelbar der Reichsregierung unterstellt. Diese wird vertreten durch den Reichskommissar, ab 1940 den Reichsstatthalter.<\/p>\n<p>(<strong>2<\/strong>) Als f\u00fcr den \u2039Volksk\u00f6rper\u203a sch\u00e4dliche Erbkrankheiten gelten nach der nationalsozialistischen Rassenlehre beispielsweise Schizophrenie, Depression, Blindheit, Taubheit und auff\u00e4llige k\u00f6rperliche Missbildungen, ausser diese treten bei hohen nationalsozialistischen Funktion\u00e4ren auf, wie der Klump-Fuss von Propagandaminister Josef Goebbels.<\/p>\n<p>(<strong>3<\/strong>)\u00a0Anordnung Nr. 8 von G\u00e9n\u00e9ral Pierre K\u0153nig vom 18. Juli 1946<\/p>\n<p>(<strong>4<\/strong>)\u00a0Verordnung Nr. 93 von G\u00e9n\u00e9ral Pierre K\u0153nig vom 6. Juni 1947; K\u0153 ist zust\u00e4ndig, da die betroffenen Gebiete zur Zone d&#8217;occuption fran\u00e7aise en Allemange geh\u00f6ren werden, resp. geh\u00f6rten.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">__________<\/p>\n<p>Folgt mir auf <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/SaarPhilatelist\"><b>Facebook<\/b><\/a> und ihr seid immer auf dem Laufenden.<\/p>\n<p><strong>#saarphila #saarphilatelie<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hallo Im letzten Beitrag sind wir zeitlich im Fr\u00fchjahr 1935 stehen geblieben. Das Gebiet des ehemaligen Saargebiets\u00a0ist nun wider den Erwartungen der Saarl\u00e4nder\u00a0Reichsland\u00a0(1) des Dritten Reiches unter dem flugs zum Reichskommissar bef\u00f6rderten Josef B\u00fcrckel, dem ehemaligen Saarbeauftragten des Reichskanzlers Adolf Hitler. 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