{"id":5025,"date":"2020-03-24T16:22:16","date_gmt":"2020-03-24T15:22:16","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.saarphilatelie.com\/?p=5025"},"modified":"2024-10-06T13:06:07","modified_gmt":"2024-10-06T11:06:07","slug":"nachporto-auf-saar-belegen-waehrend-der-franzoesischen-annexion-1946-47","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archive.saarphila.de\/?p=5025","title":{"rendered":"Belege (VI) &#8211; Nachporto auf Saar-Beleg wirft Fragen auf"},"content":{"rendered":"<p>Hallo<\/p>\n<p>Ich liebe R\u00e4tsel. So ist es nicht verwunderlich, dass ich vor Kurzem der Sammlung zur Postgeschichte der Saar-Region einen Beleg hinzugef\u00fcgt habe, der mir von Beginn an R\u00e4tsel aufgab.<\/p>\n<figure id=\"attachment_5026\" aria-describedby=\"caption-attachment-5026\" style=\"width: 840px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-5026 size-large\" src=\"https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Undatiert-Beleg-Nachgeb\u00fchr-1a-1024x806.jpg\" alt=\"\" width=\"840\" height=\"661\" srcset=\"https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Undatiert-Beleg-Nachgeb\u00fchr-1a-1024x806.jpg 1024w, https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Undatiert-Beleg-Nachgeb\u00fchr-1a-300x236.jpg 300w, https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Undatiert-Beleg-Nachgeb\u00fchr-1a-768x604.jpg 768w, https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Undatiert-Beleg-Nachgeb\u00fchr-1a-1536x1208.jpg 1536w, https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Undatiert-Beleg-Nachgeb\u00fchr-1a-2048x1611.jpg 2048w, https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Undatiert-Beleg-Nachgeb\u00fchr-1a-1200x944.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-5026\" class=\"wp-caption-text\">\u00a9Sammlung Montclair<\/figcaption><\/figure>\n<p>Was f\u00e4llt an diesem Beleg auf? Insbesondere das, was fehlt!<\/p>\n<ul>\n<li>kein Abschlag eines Tagesstempels<\/li>\n<li>keine Frankatur<\/li>\n<li>kein Stempel <strong>Geb\u00fchr bezahlt<\/strong> oder <strong>Taxe per\u00e7ue <\/strong>oder<strong> Frei durch Abl\u00f6sung Reich<\/strong><\/li>\n<li>kein Dienstsiegel<\/li>\n<li>mit Bl\u00e4uelstift vermerktes Nachporto von <strong>36<\/strong>\u00a0(Pfennig)<\/li>\n<li>roter Kastenstempel <strong>&#8230; b\u00fchr<\/strong><\/li>\n<li>Stempel &#8222;Schiffweiler (Saar)&#8220; mit handschriftlich vorangestellten <strong>PA<\/strong><\/li>\n<li>Empf\u00e4ngeradresse in normaler Schreibschrift (keine deutsche Kurrentschrift oder S\u00fctterlin)<\/li>\n<li>Gebietsleitzahl <strong>14<\/strong>\u00a0wurde &#8211; wahrscheinlich nachtr\u00e4glich &#8211; in abweichender Schrift angebracht<\/li>\n<\/ul>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-5036\" src=\"https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Undatiert-Beleg-Nachgeb\u00fchr-1b-1024x806.jpg\" alt=\"\" width=\"840\" height=\"661\" srcset=\"https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Undatiert-Beleg-Nachgeb\u00fchr-1b-1024x806.jpg 1024w, https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Undatiert-Beleg-Nachgeb\u00fchr-1b-300x236.jpg 300w, https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Undatiert-Beleg-Nachgeb\u00fchr-1b-768x604.jpg 768w, https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Undatiert-Beleg-Nachgeb\u00fchr-1b-1536x1208.jpg 1536w, https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Undatiert-Beleg-Nachgeb\u00fchr-1b-2048x1611.jpg 2048w, https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Undatiert-Beleg-Nachgeb\u00fchr-1b-1200x944.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px\" \/><\/p>\n<p>Die Umschlagr\u00fcckseite ist leer und bietet keine weiteren Anhaltspunkte. Es stellt sich die Frage: Wie k\u00f6nnen wir einen Beleg ohne Briefmarken und Abschlag eines Tagesstempels zeitlich einordnen?<\/p>\n<p>Gehen wir Punkt f\u00fcr Punkt die Informationen, die uns der Beleg biete durch. Vielleicht ergibt sich hieraus doch noch ein klares Bild.<\/p>\n<ul>\n<li>Es handelt sich ganz offensichtlich um einen tats\u00e4chlich gelaufenen <strong>Bedarfsbrief<\/strong>, ein philatelistischer Hintergrund l\u00e4sst sich nicht erkennen.<\/li>\n<li>Der <strong>Adressat<\/strong> des Briefes war Hermann Breitmeyer an der Schmiedtorstrasse 9 in T\u00fcbingen am Neckar. Hermann Breitmeyer war Inhaber eines Gesch\u00e4fts f\u00fcr f\u00fcr Eier, Butter und Milch. Er verkaufte seine Waren sowohl en gros als auch en detail. Die Adresse ist in normaler Schreibschrift gehalten, nicht in S\u00fctterlin.<\/li>\n<li>Zum <strong>Absender<\/strong> des Briefes: Interpretieren wir das dem Stempel <strong>Schiffweiler (Saar)<\/strong> vorangestellte <strong>PA<\/strong> als Abk\u00fcrzung f\u00fcr Postamt, w\u00e4re der <strong>Absender<\/strong> des Briefes das Postamt in Schiffweiler. Die Postanstalt in Schiffweiler wurde bereits am <strong>1. Februar 1868<\/strong>, also zu Zeiten des Norddeutschen Postbezirks, er\u00f6ffnet (<strong>1<\/strong>). Sollte die Annahme <strong>PA<\/strong> = Postamt korrekt sein, stellt sich die Frage, weshalb der vorliegende Beleg auf dem Postamt vor dem Abgang keinen Tagesstempel oder ein Dienstsiegel erhielt?<\/li>\n<li>Zur <strong>Bef\u00f6rderung<\/strong>: Der Brief wurde unfrankiert bef\u00f6rdert und erhielt &#8211; wahrscheinlich vom Zustellpostamt in T\u00fcbingen &#8211; einen roten Kastenstempel <strong>&#8230;b\u00fchr<\/strong>, den wir guten Gewissens als <strong>Nachgeb\u00fchr<\/strong> entziffern k\u00f6nnen. Die f\u00e4llige Nachgeb\u00fchr von 36 (Pfennig) wurde mit Bl\u00e4uelstift in grossen Ziffern auf dem Umschlag vermerkt. Hierzu nachstehend weitere Informationen.<\/li>\n<li>Die \u2013 wahrscheinlich nachtr\u00e4glich \u2013\u00a0in anderer Schrift hinzugef\u00fcgte <strong>Gebietsleitzahl 14<\/strong> wirft zus\u00e4tzliche Fragen auf. Auch hierzu nachfolgend weitere Informationen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Kann uns die <strong>H\u00f6he der Nachgeb\u00fchr<\/strong> bei der zeitlichen Verortung des Beleges helfen?\u00a0Die Nachgeb\u00fchr berechnete sich nach der <strong>Postordnung der Deutschen Reichspost vom 30. Januar 1929 <\/strong>(<strong>2<\/strong>). Die Allgemeine Dienstanweisung zu dieser Postordnung (ADA\u00a0 \u00a71, III) f\u00fchrt hierzu aus:<\/p>\n<blockquote><p>Als Nachgeb\u00fchr wird das 1 \u00bd-fache des Fehlbetrags erhoben, aufgerundet auf volle Pfennige.<\/p><\/blockquote>\n<p>Diese Bestimmung galt auch f\u00fcr Dienstbriefe, wenn diese nicht mit Dienstsiegel als solche kenntlich gemacht waren. Diese Dienstanweisung galt im Deutschen Reich ab 1929, wurde in der Zeit der deutschen Schreckensherrschaft ab 1933 unver\u00e4ndert weitergef\u00fchrt und die alliierte Regierung f\u00fcr das untergegangene Grossdeutsche Reich hat die Regelungen der Reichspost \u00fcbernommen.<\/p>\n<p>Unser Beleg weist weder Dienstsiegel noch Frankatur auf, daher war der Fehlbetrag das gesamte Briefporto. Das Nachporto von 36 Pfennig passt grunds\u00e4tzlich in <strong>drei<\/strong> Geb\u00fchrenperioden, abh\u00e4ngig vom Gewicht des Briefes, welches wir jedoch nicht mehr bestimmen k\u00f6nnen:<\/p>\n<ul>\n<li>Die Geb\u00fchrenperiode vom <strong>1. Dezember 1933 bis zum 20. M\u00e4rz 1945<\/strong> (der gesamte Postverkehr in der Saar-Region wird von den Milit\u00e4rbeh\u00f6rden untersagt): Ein Brief im Fernverkehr der 2. Gewichtsstufe von 20-100 Gramm kostete 24 Pfennig, das 1 \u00bd-fache davon sind 36 Pfennig; die Nachgeb\u00fchr w\u00e4re korrekt.<\/li>\n<li>Die Geb\u00fchrenperiode vom <strong>20. Oktober 1945 bis zum 28. Februar 1946<\/strong>: Ein Brief im Fernverkehr der 2. Gewichtsstufe von 20-250 Gramm kostete 24 Pfennig, das 1 \u00bd-fache davon sind 36 Pfennig; die Nachgeb\u00fchr w\u00e4re korrekt.<\/li>\n<li>Die Geb\u00fchrenperiode <strong>1. M\u00e4rz 1946 bis 19. November 1947<\/strong>: das Porto f\u00fcr Briefe der 1. Gewichtsstufe bis 20 Gramm in die Besatzungszonen des ehemaligen Deutschen Reichs betrug 24 Pfennig,\u00a0 das 1 \u00bd-fache davon sind 36 Pfennig; die Nachgeb\u00fchr w\u00e4re korrekt.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Der Zeitraum von 1933 bis 1947 ist sehr schwammig. Vielleicht helfen uns andere Hinweise, die der Beleg bereit h\u00e4lt, weiter.<\/p>\n<p>Vielleicht die in anderer Schrift vorangestellte Gebietsleitzahl <strong>14<\/strong>? Wer hat diese hinzugef\u00fcgt? Und wieso? Ein Exkurs zu den Urspr\u00fcngen der <strong>Postleitzahlen<\/strong> in Deutschland.<\/p>\n<p>Am <strong>25. Juli 1941<\/strong> wurde im Amtsblatt Nr. 68 des Reichspostministeriums mit der Verf\u00fcgung 407\/1941 die Einf\u00fchrung von <strong>P\u00e4ckchenleitgebieten<\/strong> ver\u00f6ffentlicht:<\/p>\n<blockquote><p><i>F\u00fcr die Leitung der P\u00e4ckchen ist das Reichspostgebiet einschl. Generalgouvernement und Protektorat B\u00f6hmen und M\u00e4hren in 24 P\u00e4ckchenleitgebiete (PnLG) eingeteilt, die je einen oder mehrere RPD-Bezirke usw. umfassen &#8230;<\/i><\/p><\/blockquote>\n<p>Die P\u00e4ckchenleitgebiete galten ab <strong>1. September 1941<\/strong> zun\u00e4chst f\u00fcr den Paketdienst. Es gab 24\u00a0P\u00e4ckchenleitstellen mit Unterleitstellen, durchnummeriert von 1 bis 24. Ursache war der Krieg. Das Paketaufkommen hatte sich seit Kriegsbeginn drastisch erh\u00f6ht, gleichzeitig waren viele erfahrene P\u00f6stler als Soldaten an der Front. Die P\u00e4ckchenleitgebietszahlen sollten auch unerfahrenen P\u00f6stlern die korrekte Sortierung erm\u00f6glichen. Die\u00a0<strong>Leitgebietszahlen<\/strong> wurden mit der Anweisung zum Briefverteildienst vom 19. Oktober 1943 (Verf\u00fcgung I 2140-6) mit Wirkung zum <strong>15. November 1943<\/strong> auf den Briefverkehr ausgedehnt.<\/p>\n<blockquote><p><i>Das Reichspostgebiet ist in Briefleitgebiete (BfLG) aufgeteilt, die &#8211; von einzelnen Unterteilungen abgesehen &#8211; nach Abgrenzung, Nummern und Benennung den P\u00e4ckchenleitgebieten entsprechen.<\/i><\/p><\/blockquote>\n<p>Die Leitgebietszahlen wurden von Beginn an <strong>Postleitzahlen<\/strong> genannt.<\/p>\n<figure id=\"attachment_5032\" aria-describedby=\"caption-attachment-5032\" style=\"width: 840px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-5032 size-large\" src=\"https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/1943-Werbung-f\u00fcr-Postleitzahlen-1024x687.jpg\" alt=\"\" width=\"840\" height=\"564\" srcset=\"https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/1943-Werbung-f\u00fcr-Postleitzahlen-1024x687.jpg 1024w, https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/1943-Werbung-f\u00fcr-Postleitzahlen-300x201.jpg 300w, https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/1943-Werbung-f\u00fcr-Postleitzahlen-768x516.jpg 768w, https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/1943-Werbung-f\u00fcr-Postleitzahlen-1200x806.jpg 1200w, https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/1943-Werbung-f\u00fcr-Postleitzahlen.jpg 1524w\" sizes=\"auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-5032\" class=\"wp-caption-text\">Werbung f\u00fcr die Verwendung von Postleitzahlen von 1943<\/figcaption><\/figure>\n<p>Schaut euch die Karte genau an. Postleitzahl <strong>14<\/strong> umfasste von 1943 bis zum Untergang Deutschlands im Mai 1945 das Gebiet W\u00fcrttemberg-Hohenzollern (OPD Stuttgart), stimmt also f\u00fcr T\u00fcbingen.<\/p>\n<p>Die Leitgebietszahlen wurden nach Ende des Zweiten Weltkrieges in Europa von den Alliierten Beh\u00f6rden weiterverwendet.<\/p>\n<figure id=\"attachment_5033\" aria-describedby=\"caption-attachment-5033\" style=\"width: 722px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-5033 size-large\" src=\"https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/1946-Postleitzahlen-Besetztes-Deutschland-722x1024.jpg\" alt=\"\" width=\"722\" height=\"1024\" srcset=\"https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/1946-Postleitzahlen-Besetztes-Deutschland-722x1024.jpg 722w, https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/1946-Postleitzahlen-Besetztes-Deutschland-212x300.jpg 212w, https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/1946-Postleitzahlen-Besetztes-Deutschland-768x1089.jpg 768w, https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/1946-Postleitzahlen-Besetztes-Deutschland-1084x1536.jpg 1084w, https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/1946-Postleitzahlen-Besetztes-Deutschland-1200x1701.jpg 1200w, https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/1946-Postleitzahlen-Besetztes-Deutschland.jpg 1325w\" sizes=\"auto, (max-width: 722px) 100vw, 722px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-5033\" class=\"wp-caption-text\">Postleitzahlen im Juli 1946<\/figcaption><\/figure>\n<p>Schaut wieder genau hin. T\u00fcbingen liegt 1946 im <strong>Leitgebiet 14b<\/strong> und ist zu dieser Zeit wichtige Garnisonsstadt der franz\u00f6sischen Besatzungstruppen und seit Ende 1945 Sitz des <strong>Staatssekretariats f\u00fcr das franz\u00f6sisch besetzte Gebiet W\u00fcrttembergs und Hohenzollerns<\/strong>, einer Art Provinzverwaltung.<\/p>\n<p>Die Aufteilung der bisherigen Leitgebiete 14 und 17 in <strong>a<\/strong> und <strong>b<\/strong>\u00a0ist der im Sommer 1945 erfolgten Aufteilung des Gebietes zwischen den US-Amerikanern und Franzosen geschuldet. Die n\u00f6rdlichen Leitgebiete <strong>14a<\/strong> und <strong>17a<\/strong> sind Teile des amerikanischen Gebietes W\u00fcrttemberg-Baden, die s\u00fcdlichen Leitgebiete <strong>14b<\/strong> und <strong>17b<\/strong> markieren die franz\u00f6sischen Gebiete W\u00fcrttemberg-Hohenzollern resp. (S\u00fcd-) Baden. Die Frage ist: Wann ist diese Unterteilung erfolgt? Oder ging das <strong>b<\/strong> bloss vergessen?<\/p>\n<p>Nach den uns vorliegenden Informationen wurde unser Beleg \u2013 so die vorangestellte 14 korrekt ist \u2013\u00a0irgendwann in der Zeit zwischen dem 15 November 1943 und dem 1. Juli 1946 bef\u00f6rdert.<\/p>\n<p>Noch sind nicht s\u00e4mtliche Fragen zu diesem Beleg beantwortet und bei einigen bezweifle ich, dass wir diese je beantworten k\u00f6nnen. Dieser Beleg zeigt exemplarisch, wie facettenreich und spannend die Saarphilatelie ist.<\/p>\n<p>Mein herzlicher Dank geht an meinen Sammlerkollegen aus der <strong>ArGe SAAR<\/strong>, Josef Peter aus Schiffweiler, der mich bei der Entschl\u00fcsselung des Beleges tatkr\u00e4ftig unterst\u00fctzte.<\/p>\n<p>Bis dann<\/p>\n<p><strong>Nachtrag vom 30. Juli 2021<\/strong><\/p>\n<p>Im aktuellen Mitteilungsblatt Nr. 60 der ArGe SAAR vom Juni 2021 ist auf den Seiten 8f ein von Josef Peter und mir verfasster Artikel zu diesem Beleg erschienen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-6083\" src=\"https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/2021-Mitteilungsblatt-60-714x1024.jpeg\" alt=\"\" width=\"714\" height=\"1024\" srcset=\"https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/2021-Mitteilungsblatt-60-714x1024.jpeg 714w, https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/2021-Mitteilungsblatt-60-209x300.jpeg 209w, https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/2021-Mitteilungsblatt-60-768x1101.jpeg 768w, https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/2021-Mitteilungsblatt-60-1072x1536.jpeg 1072w, https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/2021-Mitteilungsblatt-60-1429x2048.jpeg 1429w, https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/2021-Mitteilungsblatt-60-1200x1720.jpeg 1200w, https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/2021-Mitteilungsblatt-60.jpeg 1632w\" sizes=\"auto, (max-width: 714px) 100vw, 714px\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">__________<\/p>\n<p><strong>Anmerkungen<\/strong><\/p>\n<p>(<strong>1<\/strong>) vgl. Peter, Josef; Schiffweiler im Norddeutschen Postbezirk 1868-1871; in Mitteilungsblatt Nr. 59 der Bundesarbeitsgemeinschaft SAAR f\u00fcr Philatelie und Postgeschichte e.V.<\/p>\n<p>(<strong>2<\/strong>) Postordnung der Deutschen Reichspost vom 30. Januar 1929, ver\u00f6ffentlicht am 15. Februar 1929 im Amtsblatt des Reichspostministeriums.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">__________<\/p>\n<p>Folgt mir auf <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/SaarPhilatelist\"><b>Facebook<\/b><\/a> und ihr seid immer auf dem Laufenden.<\/p>\n<p><strong>#saarphila #saarphilatelie<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hallo Ich liebe R\u00e4tsel. So ist es nicht verwunderlich, dass ich vor Kurzem der Sammlung zur Postgeschichte der Saar-Region einen Beleg hinzugef\u00fcgt habe, der mir von Beginn an R\u00e4tsel aufgab. Was f\u00e4llt an diesem Beleg auf? Insbesondere das, was fehlt! kein Abschlag eines Tagesstempels keine Frankatur kein Stempel Geb\u00fchr bezahlt oder Taxe per\u00e7ue oder Frei&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[451],"tags":[],"class_list":["post-5025","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-belege"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archive.saarphila.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5025","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/archive.saarphila.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archive.saarphila.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archive.saarphila.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archive.saarphila.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=5025"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archive.saarphila.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5025\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archive.saarphila.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=5025"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archive.saarphila.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=5025"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archive.saarphila.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=5025"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}