{"id":6627,"date":"2022-12-22T14:22:34","date_gmt":"2022-12-22T13:22:34","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.saarphilatelie.com\/?p=6627"},"modified":"2024-10-07T10:55:11","modified_gmt":"2024-10-07T08:55:11","slug":"zwei-artikel-in-der-deutschen-briefmarken-revue-1-2023","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archive.saarphila.de\/?p=6627","title":{"rendered":"Zwei Artikel in der Deutschen Briefmarken-Revue (1\/2023)"},"content":{"rendered":"<p>Hallo<\/p>\n<p>In der Ausgabe 1\/2023 der Deutschen Briefmarken-Revue sind gleich zwei Artikel aus meiner Feder, sprich Tastatur, erschienen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/books.saarphilatelie.com\/?p=229\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-6628 size-full\" src=\"https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/DBR-2023-01-scaled.jpeg\" alt=\"\" width=\"1906\" height=\"2560\" srcset=\"https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/DBR-2023-01-scaled.jpeg 1906w, https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/DBR-2023-01-223x300.jpeg 223w, https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/DBR-2023-01-762x1024.jpeg 762w, https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/DBR-2023-01-768x1032.jpeg 768w, https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/DBR-2023-01-1143x1536.jpeg 1143w, https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/DBR-2023-01-1524x2048.jpeg 1524w, https:\/\/archive.saarphila.de\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/DBR-2023-01-1200x1612.jpeg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 1906px) 100vw, 1906px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Ab Seite 21 beschreibe ich ausf\u00fchrlich die bislang in der Fachwelt nicht bekannten Ministerblocks der 2. Offenburger Ausgabe (vgl. auch die Beitr\u00e4ge <a href=\"https:\/\/archive.saarphila.de\/?p=6574\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong>hier<\/strong><\/a>\u00a0und <a href=\"https:\/\/archive.saarphila.de\/?p=6595\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong>hier<\/strong><\/a>).\u00a0Die in meiner Sammlung befindlichen f\u00fcnf Ministerblocks sind jedoch keine Einzelst\u00fccke, denn mit Unterst\u00fctzung des Auktionshauses Christoph G\u00e4rtner konnte ich f\u00fcr jeden der vier Werte weitere f\u00fcnf Exemplare nachweisen.<\/p>\n<p>Zur Auffrischung:<\/p>\n<p>Die <strong>2. Offenburger Ausgabe<\/strong> ist manchem Leser wahrscheinlich nur im Zusammenhang mit der <strong>Malstatt-Burbacher \u00dcberdruckausgabe<\/strong> (<strong>MBD I\/II<\/strong>, auch SAAR II) als preisg\u00fcnstiges Pendant zum \u00abUrdruck\u00bb bekannt, In den MICHEL\u00ae-Katalogen als Typ II oder Neudruck bezeichnet. Daher an dieser Stelle ein kurzer \u00dcberblick dieser interessanten Marken, welche in den MICHEL\u00ae-Katalogen seit 1997 leider ein unverdientes Nischendasein fristen.<\/p>\n<p>In den ersten neun Wochen des Jahres 1947 wurden die Marken der Freimarkenserie <strong>Berufe und Sehensw\u00fcrdigkeiten an der Saar<\/strong> (BuS I, auch SAAR I) ausgegeben. Allen Beteiligten war bereits w\u00e4hrend der Planungsphase im Oktober\/November 1946 bewusst, diese Freimarkenserie w\u00fcrde bloss eine \u00dcbergangsausgabe sein. Die Politik der franz\u00f6sischen Regierung arbeitete seit November 1946 auf eine Wirtschaftsunion mit einem autonomen Saarland hin. Die erste regul\u00e4re Regierung der IV. Republik plante \u00abdie Einf\u00fchrung eines entsprechenden Statuts, das die Autonomie der Saar anerkennt, ihre Pers\u00f6nlichkeit, ihre eigene Verfassung. Das Statut wird eine unabh\u00e4ngige Regierung unter der Kontrolle eines franz\u00f6sischen Hohen Kommissars vorsehen, dessen Vollmachten noch zu pr\u00e4zisieren sind. Die franz\u00f6sische Regierung \u00fcbernimmt die ausw\u00e4rtige Vertretung. Ebenso gelten bestimmte franz\u00f6sische Gesetze ipso facto. Dazu wird das Statut den untersagten Bereich benennen oder genauer gesagt den Bereich, der der franz\u00f6sischen Autorit\u00e4t vorbehalten bleibt.\u00bb<strong><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0(1)<\/span><\/strong><\/p>\n<p>Die vorgesehene Wirtschaftsunion setzte die Einbeziehung des Saarlandes in das Zollgebiet Frankreichs voraus, was bekanntlich am 22. Dezember 1946 umgesetzt wurde. Eine weitere Voraussetzung war die Einf\u00fchrung des franz\u00f6sischen Franc als gesetzliches Zahlungsmittel im Saarland. Dieser W\u00e4hrungswechsel ben\u00f6tigte jedoch nebst zeitintensiven Vorarbeiten auch die Zustimmung der franz\u00f6sischen Nationalversammlung. Kein einfaches Unterfangen bei den damaligen innenpolitischen Gegens\u00e4tzen.<\/p>\n<p>Die von der P.T.T. innert Jahresfrist erwartete Einf\u00fchrung des Franc w\u00fcrde eine neue Freimarkenserie in Frankenw\u00e4hrung nach sich ziehen, die \u2013 so die Planung \u2013 man rechtzeitig in Auftrag geben w\u00fcrde. Die Auflagen der einzelnen Werte der 1. Offenburger Ausgabe waren daher so bemessen, dass ab Ende Januar der absehbare Markenbedarf f\u00fcr etwa 10 Monate gedeckt w\u00e4re. Es zeigte sich bald, die Verantwortlichen hatten bei ihren Berechnungen zwei menschliche Faktoren untersch\u00e4tzt: die Sammelleidenschaft sowie das Horten von Briefmarken als vermeintlich sichere Wertanlage in unsicheren Zeiten einer schwinds\u00fcchtigen Reichsmark.<\/p>\n<p>Die P.T.T. Saarbr\u00fccken registrierte im Sp\u00e4tsommer 1947 bei einigen Werten der 1. Offenburger Ausgabe einen raschen R\u00fcckgang ihrer Best\u00e4nde. Hinsichtlich des Zeitpunkts des W\u00e4hrungswechsels hielt man sich in Paris jedoch weiterhin bedeckt, obschon bereits am 16. Juni 1947 zur Feststellung der im Saarland vorhandenen Best\u00e4nde an Reichsmark ein Zwangsumtausch in \u2039Saarmark\u203a stattgefunden hatte.\u00a0Die Verantwortlichen der P.T.T. Saarbr\u00fccken h\u00e4tten wahrscheinlich liebend gern eine neue<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0 <\/span>Freimarkenserie in Frankenw\u00e4hrung in Auftrag gegeben. Stattdessen waren sie gezwungen, im September 1947 bei der Druckerei Franz Burda in Offenburg eine Neuauflage der Freimarkenserie <strong>Berufe und<\/strong> <strong>Sehensw\u00fcrdigkeiten an der Saar<\/strong>\u00a0in Auftrag zu geben.<\/p>\n<p>In Offenburg war man \u00fcberrascht. Hier war man ebenfalls davon ausgegangen, dass die Freimarkenserie <strong>Berufe und Sehensw\u00fcrdigkeiten an der Saar<\/strong> bloss eine \u00dcbergangsausgabe bis zur Bestellung von Briefmarken in Frankenw\u00e4hrung sei. S\u00e4mtliche Materialien wie die kupfernen Ballardh\u00e4ute, die Diapositive usw. waren entweder f\u00fcr die L\u00e4nderausgaben der Franz\u00f6sischen Zone verwendet oder vernichtet worden. Allein die Vorlagen und Originalnegative der 1. Offenburger Ausgabe (BuS I) waren noch vorhanden. Auf Basis dieser Originalnegative wurde nun zwischen Mitte Oktober und Ende November 1947 die 13 Werte umfassende 2. Offenburger Ausgabe (BuS II) gedruckt und ausgeliefert.<\/p>\n<p>Die Werte mit dem Bildmotiv \u00abStahlwerker\u00bb waren die ersten Werte, welche gedruckt und ausgeliefert wurden. An die saarl\u00e4ndischen Postschalter gelangten jedoch vor dem W\u00e4hrungswechsel nur die drei Werte zu 15 Pf., 16 Pf. und 24 Pf. <strong>(2)<\/strong>, welche am 24. Oktober 1947 nach Saarbr\u00fccken versandt worden waren. Der ebenfalls im Oktober 1947 fertiggestellte 20 Pf.-Wert kam dagegen nicht ohne \u00dcberdruck in Frankenw\u00e4hrung zur Ausgabe. Weshalb nicht? Die P.T.T. Saarbr\u00fccken wurde h\u00f6chstwahrscheinlich erst Ende Oktober in die kurz bevorstehende W\u00e4hrungsumstellung eingeweiht. Daraufhin stoppten die Verantwortlichen den Briefmarkendruck bei Burda. Bei der Lagebeurteilung kristallisierte sich schnell heraus, es blieb bis zum W\u00e4hrungswechsel nicht genug Zeit, Briefmarken in Frankenw\u00e4hrung herzustellen. Was tun Postverwaltungen auf der gesamten Welt in einer solchen Situation? Sie \u00fcberdrucken trotz aller damit verbundenen Nachteile die vorhandenen Markenbest\u00e4nde, um Zeit zu gewinnen. Der Druck bei Burda wurde wieder aufgenommen. Soviel zur Entstehungsgeschichte der 2. Offenburger Ausgabe.<\/p>\n<p>Ab Seite 36f k\u00f6nnt ihr den 13. Teil der von mir verfassten, 20-teiligen Beitragsserie \u00fcber die <strong>Feldmerkmale der SAAR I <\/strong>lesen.\u00a0Dieser Beitrag behandelt die Feldmerkmale des 40 Pfennig-Werts. Dar\u00fcber hinaus befasst er sich mit Druckabklatschen.<\/p>\n<p>Bis dann<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">__________<\/p>\n<p><strong>Anmerkungen<\/strong><\/p>\n<p><strong>(1)<\/strong> \u00a0Loth, Wilfried; Die unvollendete Annexion, Frankreich und die Saar 1943 bis 1947; VfZ 70 (2022) H.3<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><strong>(2)<\/strong> Die entsprechende Anmerkung in den MICHEL\u00ae-Katalogen z\u00e4hlt hier den 12 Pfennig-Wert auf, was falsch ist. Der 12 Pfennig-Wert der 2. Offenburger Ausgabe wurde als letzter der 13 Werte am 22.\/24. November 1947, also nach dem W\u00e4hrungswechsel gedruckt. Richtig ist, dass der 12 Pf.\/2F-Wert (MBD I, ausschliesslich \u00abUrdruck\u00bb) zu den drei Marken geh\u00f6rte, welche neben 15 Pf.\/3F und 24 Pf.\/6F am Tag des W\u00e4hrungswechsels an den saarl\u00e4ndischen Postschaltern verf\u00fcgbar waren.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">__________<\/p>\n<p>Folgt mir auf <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/SaarPhilatelist\"><b>Facebook<\/b><\/a> und ihr seid immer auf dem Laufenden.<\/p>\n<p><b>#saarphila #saarphilatelie<\/b><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hallo In der Ausgabe 1\/2023 der Deutschen Briefmarken-Revue sind gleich zwei Artikel aus meiner Feder, sprich Tastatur, erschienen. Ab Seite 21 beschreibe ich ausf\u00fchrlich die bislang in der Fachwelt nicht bekannten Ministerblocks der 2. 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